Deutschland

Keine Gnade für die Kleinen: Vier Monate Gefängnis für Wurst-Diebstahl

Lesezeit: 1 min
13.08.2014 00:44
Ein Mann muss für den Diebstahl von fünf Würsten und zwei Scheiben geräucherten Schweinbauch für vier Monate ins Gefängnis. Er hatte die Wurstwaren an seinem Arbeitsplatz mitgehen lassen. Der Warenwert beträgt weniger als 13 Euro. Der Täter war auf Bewährung, daher die harte Strafe - so das Gericht.
Keine Gnade für die Kleinen: Vier Monate Gefängnis für Wurst-Diebstahl

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Am Amtsgericht Viechtach, mitten im Bayrischen Wald, wurde ein Wurstdieb zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt. Das Diebesgut: Zwei Paar Wiener, eine Polnische und zwei Scheiben geräucherten Schweinebauch. Der Täter ist allerdings vorbelastet. Deswegen fällt die Strafe trotz des geringen Warenwerts von 13 Euro so hart aus.

Bei einer anderen Metzgerei hatte er bereits im Vorjahr ebenfalls Würste unterschlagen. Im März 2014 wurde er deshalb zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt – diese wurde zur Bewährung ausgesetzt. Mit seinem neuerlichen Vergehen hat er die Bewährung nun verwirkt, berichtet der Viechtaler Bayerwald-Bote.

Wie kann man nur so unsensibel sein, dass man einen Monat nach der letzten Verurteilung im Grunde das gleiche wieder begeht“, zitiert das Blatt die Richterin. Sie verurteilte den Angeklagten schließlich wegen drei Fällen von Veruntreuung und Unterschlagung.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Abkehr vom westlichen Finanzsystem: Russische Goldreserven erreichen Rekordwert
29.05.2024

Auch im April hat die russische Zentralbank ihre Goldreserven weiter ausgeweitet, was die Bestände auf einen neuen Rekordwert ansteigen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Terrorlistung der iranischen Revolutionsgarde: Kann die EU ihre Schwäche überwinden?
29.05.2024

Es wäre ein deutliches Signal gegen Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen des Regimes im Iran: Die EU kann die iranischen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Niederländischer Energiekonzern darf Gasförderprojekt im Wattenmeer fortsetzen
29.05.2024

Ein gerichtlich verhängter Baustopp hatte die geplante Erdgasförderung vor den Nordseeinseln Borkum und Schiermonnikoog ausgebremst - bis...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsministerium: Keine Corona-Impfpflicht mehr bei der Bundeswehr
29.05.2024

Bei der Bundeswehr bestand seit zweieinhalb Jahren für alle Soldaten die Pflicht zur Corona-Impfung. Nun ist es nur noch eine Empfehlung....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Stellenabbau bei Meyer Werft: 440 Arbeitsplätze in Gefahr
29.05.2024

Die Mayer Werft plant den Abbau von 440 Stellen. Es gehe um die Zukunft des Unternehmens, das im internationalen Wettbewerb bestehen...

DWN
Politik
Politik Regierung beschließt Rentenpaket - doch aus der Wirtschaft hagelt es Kritik
29.05.2024

Beschluss nach langem Streit: Olaf Scholz und die Ministerrunde ebnen den Weg für die Rentenreform. Nun ist der Bundestag am Zug. In...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft VW baut neues 20.000-Euro-Elektroauto in eigenem Werk – und will beim Entwicklungstempo neue Maßstäbe setzen
29.05.2024

VW will ab 2027 im Alleingang ein Elektroauto für 20 000 Euro entwickeln. Eine Partnerschaft mit Renault kam nicht zustande. Wo der...

DWN
Technologie
Technologie Wasserstoff: Verband fordert schnelleren Bau von Pipelines und Terminals
29.05.2024

Ein Großteil des künftigen Wasserstoffbedarfs soll aus dem Ausland kommen. Die Bundesregierung arbeitet bereits an einer Importstrategie....