Finanzen

9 Millionen Leerverkäufe: Anleger wetten gegen Alibaba-Aktien

Lesezeit: 1 min
26.09.2014 13:52
Millionen Aktien des Online-Händlers Alibaba wurden leerverkauft. Die Käufer spekulieren somit nach dem Rekord-Börsengang auf sinkende Preise. Der Kurs der Alibaba-Aktien sank bereits um 1,8 Prozent.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wenige Tage nach dem Rekord-Börsengang des chinesischen Online-Händlers Alibaba schließen Anleger Wetten auf sinkende Preise ab. 8,9 Millionen Aktien des Unternehmens wurden leerverkauft, berichtet Bloomberg. Das macht etwa 2,4 Prozent der börsennotierten Papiere aus. Insgesamt hatte Alibaba bei seinem New Yorker Börsendebut 368 Millionen Aktien verkauft. Der Aktien-Kurs gab am Donnerstag bereits um 1,8 Prozent nach.

Die hohe Nachfrage nach geliehenen Alibaba-Aktien ist Experten zufolg erheblich im Vergleich zum begrenzten Angebot für Ausleihungen bei einem Debüt. Alibaba konnte insgesamt 19,6 Milliarden Euro am Kapitalmarkt einsammeln.

Der Aktienkurs stieg nur am ersten Tag nach Ausgabe, danach sank der Preis für die Aktien auf zuletzt 88,92 Dollar. Für eine kurze Ausleihung sind die Investoren sogar bereit, horrende Leihzinsen zu bezahlen: Eine Ausleihung koste derzeit acht Prozent Zinsen, der Vergleichs-Durchschnitt liegt bei anderen Aktien um 0,5 Prozent. „Die Investoren sind bereit, einen ordentlichen Preis zu zahlen, um short gehen zu können“, zitiert Bloomberg den Londoner Finanz-Experte Andrew Laird vom Finanzdaten-Anbieter Markit.

Leerverkäufe sind Wetten auf fallende Kurse: Händler leihen sich Aktien für kurze Zeit aus, verkaufen sie teuer am Markt und kaufen sie später nach Fallen der Kurse für einen günstigeren Preis wieder zurück.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bertelsmann-Studie: Wie nachhaltig sind deutsche Unternehmen?
25.05.2024

Die Transformation deutscher Unternehmen befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt, der von der zunehmenden Digitalisierung, dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nach den Protesten im Winter: Bauern wieder in schwieriger Geschäftslage
25.05.2024

Die finanzielle Situation vieler Höfe hatte sich zuletzt deutlich stabilisiert. Ist diese Phase für die Landwirtschaft nun schon wieder...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lieferdienst Getir ist vom Markt: Wie es bei den Lebensmittel-Lieferanten weitergeht
25.05.2024

Der Weg zum nächsten Supermarkt ist in Deutschland meist kurz. Trotzdem bestellen viele Menschen Brot, Käse, Obst und Gemüse längst...

DWN
Politik
Politik Die größte Demokratie der Welt wählt: Indiens verstärkt despotische Aussichten
25.05.2024

Einige Monate vor dem Beginn der indischen Parlamentswahlen am 19. April (die Wahlen dauern noch bis 1. Juni an) machte der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutscher Teeverband sorgt sich um Kleinbauern
25.05.2024

Der Deutsche Teeverband bangt wegen des neuen Liefergesetzes der EU um die Kleinbauern als Zulieferer. Eine Sorge, die die...

DWN
Technologie
Technologie China dominiert grüne Technologien – und wird zum Big Player der Erdölindustrie
25.05.2024

Chinas Exporte von Batterien, Elektroautos und Solarmodulen sind im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau gestiegen, womit das Land seine...

DWN
Politik
Politik Russische Taktiken und die europäische Sicherheitslandschaft: Norwegen im Fokus
25.05.2024

Tor Ivar Strømmen gilt als einer der angesehensten Militärwissenschaftler Norwegens. Kurz nach der Entdeckung der Lecks in der Nord...

DWN
Finanzen
Finanzen Fußball-EM 2024: Gemeinsam gucken und Steuer sparen - für Teamgeist und Motivation
25.05.2024

Sie wollen in der Firma den Teamgeist stärken und eine größere Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen schaffen? Laden...