Italien: Ausländische Investoren ziehen ihr Kapital ab

Mario Monti kann die Investoren nicht länger von dem zukünftigen Erfolg seiner Reformen überzeugen. Im Februar gingen die ausländischen Einlagen stark zurück und auch die Investitionen ließen deutlich nach.

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Das Sicherheitsnetz, das Mario Monti seit Übernahme des Premier-Postens über Italien aufspannen wollte, weist zunehmend größere Löcher auf. Die italienischen Zinssätze steigen seit einiger Zeit wieder, die Gewerkschaften und Arbeitgeber stellen sich gegen seine Reformpläne und die neuesten wirtschaftlichen Daten deuten keine Verbesserung in der italienischen Wirtschaft für die kommenden Monate an (hier). Die Märkte und Investoren haben das Vertrauen verloren und sehen auch die Ansteckungsgefahr, die von Spanien ausgeht (hier).

Das italienische Bankensystem kämpft zudem mit einer Vielzahl schlechter Kredite. Und so gingen die ausländischen Einlagen auf italienischen Banken im Februar das achte Mal in Folge deutlich zurück. Sie sanken um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Hinzu kommt, dass auch die Nettofinanzierung aus dem  Ausland erschreckend stark gesunken ist. Diese steht derzeit bei 182 Milliarden Euro. Das ist 32,5 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

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