Euro-Gruppe beruft erneut Krisen-Sitzung ein

Für den 3. September wurde wegen der alarmierenden Situation in Griechenland und Spanien ein Krisen-Treffen der Finanzminister der Eurozone einberufen. Zuvor will sich Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in Athen selbst ein Bild von der Lage verschaffen.

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Ein Sparprogramm nach dem anderen und trotzdem verschlechtert sich die Situation in Griechenland und Spanien zusehends. Aus diesem Grund hat sich die Eurogruppe entschlossen, kurzfristig ein außerordentliches Treffen anzusetzen. Wie die italienischen Nachrichtenagentur ANSA mit Verweis auf einen EU-Beamten berichtet, werden die Finanzminister der Eurogruppe am 3. September zusammen kommen. Griechenland und Spanien sind die Hauptthemen des Treffens.

In Vorbereitung dessen ist wohl auch die Reise des Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker zu sehen, der am 22. August zum griechischen Premier, Antonis Samaras, reisen wird. Das Treffen findet zwei Tage bevor Antonis Samaras in die europäischen Hauptstädte reisen wird statt. Samaras will versuchen, auf diesem Wege die internationalen Gläubiger doch noch zu einer Anpassung des Sparprogramms zu bewegen (mit Merkel und Hollande sind bereits Meetings geplant – hier). Mit dem Kürzungsprogramm in Höhe von 11,7 Milliarden Euro wollte die griechische Regierung schon einmal die Weichen stellen (hier). Doch angesichts der ersten Eindrücke der Troika (hier) und der Unstimmigkeiten bei den geplanten Steuereinnahmen (hier) bleibt es ein schwieriges Unterfangen. Vor allem fürchtet die Euro-Gruppe offenbar eine neuerliche Eskalation der sozialen Spannungen in Griechenland (hier).

Da die EZB vergangene Woche noch einmal deutlich machte, erst handeln zu wollen, wenn die europäischen Regierungen einen ersten Schritt getan haben (hier), ist das volle Rettungspaket für Spanien auch noch nicht vom Tisch. Zumal die EZB erwägt, nicht mehr in Staatsanleihen, sondern möglicher Weise in Unternehmensanleihen zu investieren (hier). Dies dürfte die Zinssätze für spanische Anleihen in den kommenden Wochen bis Anfang September weiter unter Druck setzen.

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