EZB-Spekulation verhilft Spanien zu niedrigeren Zinsen

Die Aussicht auf einen Anleihenkauf der EZB hat bei einer Auktion von kurzfristigen, spanischen Anleihen zu einer deutlich geringeren Rendite geführt. Die geringe Laufzeit der Anleihen hat ebenfalls zu der erfolgreichen Emission beigetragen.

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„Obwohl keine Nachricht im Falle Spaniens immer eine gute Nachricht ist, profitieren die spanischen Bonds vor allem auch von den Spekulationen, dass das Anleihen-Kauf-Programm der EZB den Markt stabilisieren wird“, kommentiert Nick Spiro von Spiro Sovereign Strategies die heutige Auktion im Guardian. Das spanische Finanzministerium emittierte kurzfristige Anleihen im Umfang von 4,5 Milliarden Euro und konnte sich dabei über deutlich niedrigere Zinssätze freuen. Bei den zwölfmonatigen Bonds sank die Rendite von 3,9 auf 3,07 Prozent und bei den 18-monatigen von 4,242 auf 3,335 Prozent.

Die gute Nachfrage bei den kurzfristigen Anleihen ist auch auf die kurze Laufzeit zurückzuführen. Bonds dieser Art werden gemeinhin als sicherer bewertet als langfristige Anleihen. Die sinkende Rendite ist jedoch vordergründig auf den geplanten Ankauf von Anleihen aus Krisenstaaten durch die EZB zurückzuführen. Spekulationen, dass bereits eine Zinsmarke festgelegt wurde, ab der Anleihen von der EZB gekauft werden sollen, haben zwar teilweise wieder an Fahrt verloren (hier), aber so oder so rechnet der Markt fest mit einem grundsätzlichen Programm dieser Art.

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