Schnelle Lösung: Spanien lagert Schrottpapiere in Bad Bank aus

Das spanische Kabinett wird voraussichtlich am Freitag neue Gesetze zur Bankenrettung verabschieden. Demnach soll eine Bad Bank eingeführt werden, die die schlechten Aktiva der maroden Banken übernimmt. Die EU-Finanzhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro rücken damit in greifbare Nähe.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Mit der Einführung der Bad Bank sichert sich Spanien die dringend benötigte Finanzspritze von 100 Milliarden Euro durch die EU. Entsprechende Pläne, mit denen das neue Regierungskonzept verwirklicht werde, sollen bereits am Freitag im spanischen Kabinett verabschiedet werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte, dass es auch in Brüssel „keine Einwände“ gegen die Einführung einer Bad Bank gegeben habe. Diese wird dann eine noch unklare Anzahl an toxischen Papieren der Banken aufnehmen.

Der Aufbau einer solchen Bad Bank war Bedingung für die Auszahlung der EU-Finanzhilfen. Aufgrund der vielen Immobilien, die derzeit durch die Zahlungsausfälle den spanischen Banken gehören, kann man davon ausgehen, dass die Bad Bank schon bald das größte Immobilienunternehmen Spaniens sein wird. Fraglich ist allerdings, wie viel die Bad Bank den maroden Banken für die zum Teil wertlosen Immobilien zahlen wird. Wichtig ist das vor allem für diejenigen, denen Vorzugsaktien dieser Banken angedreht wurden. Zehntausende Betroffene werden demnach am Freitag, wenn das neue Gesetz verabschiedet wird, erfahren, wie hoch ihr Verlust wirklich ist. Allein bei den drei verstaatlichten Banken besitzen 150.000 Personen Aktien dieser Art (mehr hier).

Mehr Themen:

Katalonien braucht fünf Milliarden Euro aus Madrid
Spanien: Investoren kaufen Anleihen wegen EU-Hilfe
Spanien: Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick