Treffen mit Merkel: China besorgt über Auswirkungen der Eurokrise

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao zeigt sich besorgt über die Schuldenkrise der EU. Beim Staatsbesuch von Kanzlerin Merkel verlangt er weitere „umfassende Maßnahmen“ von den krisengeplagten Südstaaten. Diese seien nötig, damit die marode Wirtschaft nicht stärkere Auswirkungen auf den Rest der Welt habe.

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Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao machte beim Treffen mit Merkel kein Geheimnis aus seiner Sorge über die globalen Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise. „Kürzlich hat sich die europäische Schuldenkrise wieder verschlechtert, was Anlass zur Sorge bei der internationalen Gemeinschaft ist. Ehrlich gesagt, bin ich auch beunruhigt“, erklärte Wen der Presse am Mittwoch.

Er betonte, dass die Krise noch lange nicht überwunden sei und vor allem Italien, Spanien und Griechenland an den Reformen festhalten müssten. Von diesen Ländern erwarte er „umfassende Maßnahmen“ zur Bekämpfung der Schulden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. „Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise und der europäischen Schuldenkrise auf die Welt verstärken sich“, so Wen weiter.

In die Maßnahmen miteinbezogen werden wollen die Chinesen nicht. Wie schon im vergangenen Jahr soll Merkel auch bei diesem Besuch in Peking versuchen, Staatsanleihen von Spanien und Italien an den Mann zu bringen. China fand die Südstaaten-Bonds allerdings schon damals zu riskant, was sich bis jetzt nicht geändert haben dürfte (mehr hier). Zudem steht China derzeit womöglich selbst kurz vor einer Krise (hier).

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