Vor EZB-Intervention: Auch Italiens Zinsen sinken

Die Zinsen für italienische Staatsanleihen sind wieder gesunken. Das sehen Beobachter als Zeichen, wie stark sich die Investoren auf ein massives Eingreifen der EZB spekulieren.

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Italien konnte bei der jüngsten Auktion von Staatsanleihen 6,5 Milliarden Euro Staatsschulden zu leicht gesunkenen Zinsen ausgeben. Anleihen im Wert von vier Milliarden Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren wurden mit einer Rendite von 5,82 Prozent ausgegeben. Im vergangenen Monat musste Italien für zehnjährige Anleihen noch 5,96 Prozent Zinsen bieten.

Fünfjährige Anleihen, von denen Italien heute 2,5 Milliarden Euro aufnahm, wurden mit 4,73 Prozent Zinsen gehandelt. Dies ist der niedrigste Zinssatz für solche Anleihen seit Ende März. Bei der vergangenen Auktion musste Italien noch 5,29 Prozent Zinsen bieten.

Das zufriedenstellende Ergebnis der Auktion ist auf die bevorstehende Intervention der EZB am Anleihenmarkt zurückzuführen. EZB-Präsident Mario Draghi wandte sich gestern in einem Zeitungsbeitrag an das deutsche Volk, um es auf das Gelddrucken vorzubereiten (mehr hier). Erst kürzlich hatte auch Spanien Anleihen zu günstigeren Zinsen ausgeben können (mehr hier).

„Ich denke die niedrigeren Zinsen haben viel mit der EZB zu tun und hätten wir den Effekt nicht gehabt, vermute ich, dass sowohl die spanischen als auch die italienischen Zinsen deutlich höher gelegen wären, als sie es jetzt tun“, sagte Elisabeth Afseth von der Beratungsfirma Investec dem Guardian.

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