Unsicherheit hält an: Nachfrage nach deutschen Bonds mit Negativzins immens hoch

Die Bundesbank hat erneut zwölfmonatige Anleihen zu negativen Zinsen verkauft – die Investoren setzen auf die Bonds. Die Nachfrage war mehr als doppelt so hoch wie das Angebot.

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Trotz des ESM-Urteils des Bundesverfassungsgerichts und der angekündigten Intervention der EZB ist die Unsicherheit bei den Finanzmärkten weiterhin deutlich spürbar. Die Deutsche Bundesbank emittierte heute Anleihen mit einer Laufzeit von 12 Monaten im Wert von 3 Milliarden Euro und erzielte dafür Negativ-Zinsen in Höhe von minus 0,0184 Prozent.

Wie die deutsche Finanzagentur den Deutschen Wirtschafts Nachrichten mitteilte handelte es sich dabei aber nicht um einen neuen Rekord. Dennoch kann sich Deutschland freuen, erneut zahlen die Investoren dafür, ihr Geld in deutsche Anleihen anlegen zu können. Insgesamt verkaufte die Deutsche Bundesbank aber nur Anleihen im Wert von 1,27 Milliarden Euro von den emittierten 3 Milliarden Euro. Dies ist jedoch ein übliches Verfahren. Die restlichen Anleihen werden am Sekundärmarkt platziert werden. Man sei schließlich der Ansicht, dass man dafür „noch ein günstigeres Ergebnis in den 12 Monaten Laufzeit erzielen könne“, so die Finanzagentur. An der Nachfrage hat es jedenfalls nicht gelegen. Für die Bonds gab es Gebote für Anleihen dieser Art im Wert von mehr als 6 Milliarden Euro.

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