Teheran: Demonstrationen gegen iranische Wirtschaftspolitik

Bei einer Polizeirazzia in Teheran wurden illegale Devisenhändler verhaftet. Die Bevölkerung reagierte darauf mit Demonstrationen. Die Polizisten bekämpfen Demonstrationen im Finanzviertel und im Großen Basar von Teheran und setzten dabei Tränengas ein.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Kriegsgefahr steigt: Türkei fliegt erneut Angriffe auf Syrien

Aus Wut über die Kurstalfahrt des Rial und der iranischen Wirtschaftspolitik kam es in Teheran am Mittwoch zu ersten Demonstrationen der Bevölkerung. Auslöser war eine Polizeirazzia im Finanzviertel Ferdowsi bei der Betreiber illegale Wechselstuben verhaftet wurden. Unter den Demonstranten befanden sich zahlreiche Devisenhändler. Die Polizisten setzten Tränengas gegen die  Demonstranten ein.

Auch im Großen Basar wurde eine spontane Demonstration von der Polizei unterbunden, woraufhin die Händler ihre Geschäfte schlossen. Aufgrund des unbeständigen Rial haben die Händler  Schwierigkeit Preise für ihre Produkte festzumachen. Viele Iraner investieren inzwischen in Gold und ausländische Währung.

Der Rial verlor aufgrund greifender internationaler Sanktionen innerhalb der letzten 12 Monate 80 Prozent seines Werts, während gleichzeitig die Teuerungsrate um 25 Prozent anstieg mit Tendenz weiter nach oben (mehr hier).

Weitere Themen

Griechenland: Polizei geht mit Tränengas gegen Werftarbeiter vor
Wegen Bailout: Krisentreffen zwischen Spanien, Italien und Frankreich
Neue EU-Pläne gefährden deutschen Finanzstandort

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick