Schlappe für Monti: Zinsen für kurzfristige Anleihen steigen

Es sieht so aus, als würden die Investoren den positiven Worten des italienischen Premiers nicht folgen können. Statt wie Mario Monti angebliche Fortschritte zu sehen und zuversichtlich Anleihen Italiens zu kaufen, steigen nun trotz der erwarteten EZB-Intervention wieder die italienischen Zinskosten.

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Schon vor ein paar Wochen machte der italienische Premier Mario Monti deutlich, dass sein Land für die EU definitiv kein Problem mehr darstelle (hier). Und aus diesem Grund hatte das italienische Kabinett am Mittwochmorgen sogar entschieden, die Steuern auf niedrige Einkommen zu senken. „Heute sehen wir das Haushaltsdisziplin Sinn macht, da wir uns jetzt eine kleine Erleichterung erlauben können“, begründete er bei der CNBC diesen Schritt (mehr hier).

Die Investoren sehen dies jedoch anders. Noch immer ist die Situation im italienischen Bankensektor nicht ganz geklärt, die Staatsschulden sind immens und es bedarf durchaus noch einiger Reformen. Da hilft nun auch nicht die Ankündigung der EZB, künftig Anleihen strauchelnder Länder zu kaufen, wie sich bei der heutigen Auktion italienischer Anleihen zeigte.

Bei der Emission von Bonds mit einer Laufzeit von 12 Monaten im Wert von 8 Milliarden Euro stiegen die Zinssätze von 1,692 auf 1,941 Prozent. Das ist immerhin der höchste Wert seit April. Die Rendite für die emittierten dreimonatigen Anleihen kletterte von 0,7 auf 0,765 Prozent. „Der heutige Verkauf ist die Erinnerung daran, dass Italien definitiv nicht aus dem Gröbsten raus ist“, merkte Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy gegenüber dem Telegraph an.

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