Deutsche Wirtschaft schwächt sich weiter ab

Im dritten Quartal ist das deutsche BIP nur noch um 0,2 Prozent gewachsen. Deutsche Unternehmen investieren weniger und reduzieren eher ihre Vorräte, als diese wieder aufzustocken. So fehlen angesichts der Rezession in Südeuropa auch die wichtigen Impulse aus dem Inland.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aktuell: Bundesbank: Deutsche Banken sind in Italien und Spanien mit 60 Milliarden Euro im Risiko

Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland gerät ins Stocken. Das Wirtschaftswachstum habe sich erneut verlangsamt, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Der Anstieg des BIP im dritten Quartal ist mit 0,2 Prozent zwar noch ein Wachstum, aber es fällt im Vergleich zum ersten (0,5 Prozent) und zweiten (0,3 Prozent) Quartal 2012 deutlich geringer aus. Auch im Vergleich zum Vorjahr habe sich das Wirtschaftswachstum abgeschwächt, so das Statistische Bundesamt.

Wirtschaftliche Leistung in Deutschland erholt sich seit 2008 nur schleppend. (Grafik: Statistisches Bundesamt)

Wirtschaftliche Leistung in Deutschland erholt sich seit 2008 nur schleppend. (Grafik: Statistisches Bundesamt)

Die wirtschaftlichen Impulse im Inland sind im dritten Quartal sehr unterschiedlich ausgefallen. Private und öffentliche Haushalte haben mehr konsumiert als im zweiten Quartal und auch in Bauten ist mehr investiert worden. Demgegenbüber gingen die Ausrüstungsinvestitionen zurück und die deutschen Unternehmen verringerten weiter ihre Vorräte, statt neue aufzubauen.

Zwar verweist das Statistische Bundesamt darauf, dass es „positive Impulse“ aus dem Ausland gab und die Exporte anstiegen. Aber dieser Anstieg bezieht sich nur auf das Vorjahresquartal. Erst Anfang Anfang November zeigte sich nämlich, dass die deutschen Exporte derzeit deutlich zurückgehen (hier). Der Konjunktur-Index des ZEW verdeutlichte zudem, dass die Unternehmen in den kommenden Monaten mit keiner Erholung rechnen: Der Index fiel im November um 4,2 Punkte auf -15,7 Punkte (mehr hier).

Weitere Themen

ZEW-Konjunkturbarometer: Auch im November trübe Zahlen
Füllhorn: Schäuble will Griechenland drei Tranchen auf einmal auszahlen
Panik im Markt: Anleger verkaufen im großen Stil Aktien

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick