EU: Jeder vierte Bürger muss mit Armut rechnen

In den vergangenen drei Jahren haben sich die Lebensbedingungen in etlichen europäischen Ländern kontinuierlich verschlechtert. Besonders in Ländern wie Bulgarien, Rumänien und Lettland spielen Armut und soziale Ausgrenzung für fast 50 Prozent der Bevölkerung eine Rolle.

Ihren XING-Kontakten zeigen

Aktuell: Griechen-Chaos kostet Deutschland früher oder später 93 Milliarden Euro

Im Jahr 2011 waren in der EU 119,6 Millionen Menschen, also fast 24,2 Prozent der in der EU lebenden Bevölkerung, von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wie Eurostat am Montag mitteilte. 2008 lag diese Zahl noch bei 23,5 Prozent. Das Land mit der höchsten Anzahl von Bürgern, die 2011 von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht waren, war Bulgarien (49%), gefolgt von Lettland (40%), Rumänien (40%) und Litauen (33%). Die Länder, in denen die Quote am niedrigsten war, sind Tschechien (15%), die Niederlande (16%), Schweden (16%) und Österreich (17%). In Deutschland war 2011 jeder fünfte von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht (hier).

Drei Faktoren spielen bei diesen Berechnungen eine entscheidende Rolle. Als armutsgefährdet gilt derjenige, dessen verfügbares Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung eines Landes entspricht. Als von sozialer Ausgrenzung bedroht gelten die Menschen, die „materiell erheblich depriviert“ sind. Diese leben unter Lebensbedingungen, die davon geprägt sind, dass sie sich bestimmte für viele selbstverständliche Dinge nicht leisten können: wie beispielsweise einen Fernseher, einen Urlaub oder ein Auto. Ebenfalls von sozialer Ausgrenzung bzw. Armut bedroht sind Haushalt mit keiner oder geringer Erwerbsintensität. Haushalte also, in denen die Erwachsenen weniger als 20 Prozent ihrer potenziellen Arbeitskraft im vorausgegangenen Jahr eingesetzt haben.

Weitere Themen
Das Rätsel der Fake-Profile: Wie groß ist Facebook wirklich?
Russland, China und die USA streiten, wer das Internet zensieren darf
Bundestag lädt zum Griechen-Kasino: Spekulanten machen 200 Prozent Profit

Kommentare

Dieser Artikel hat 18 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

    • cashca sagt:

      jeder 4. muß mit Armut rechnen.
      da könnten sie recht behalten.
      alle die dieses Schicksal erreicht, können sich bei Merkel und Schäublino bedanken.
      Alles was unsere Eltern und Großeltern nach dem Krieg erwirtschaftet haben, das Land für ihre Nachkommen wieder aufgebaut haben geht heute den Bach hinunter. Wofür habe die gerackert.? Dafür , dass der Rest der Welt die Früchte abholt zum Nulltarif?
      Während die eigenen Nachkommen der Armut ausgeliefert werden , werfen unsere Politiker mit dem Geld nur so herum, finanzieren den ganzen Erdball , die Eliten feiern den endlosen Geldregen und das hart arbeitende Volk ist der Beschissene.
      Wer glaubt, das ginge so weiter, der irrt. Irgendwann kapiert es auch der Dümmste, spätestens dann, wenn es für die Butter auf das Brot nicht mehr reicht.
      Und, sie wollen uns immer noch verklickern, das muß so sein. Sie merken nicht, Friede gibt es nur, wenn es gerecht zu geht. Gerecht ist nicht, die Fleißigen abzuzocken und andere landauf landab damit ohne Eigenleistung über Wasser zu halten.
      Genau das Ist der Fall. Schön dumm wer noch rackert bis zum umfallen.
      Wenn sich das ändert, mal sehen, was sie dann verteilen wollen, Wenn Fleiß sich nicht mehr lohnt, stellt man ihn ein, wenn Arbeit sich nicht mehr lohnt, wird sie reduziert.
      kein Wort ist in den letzten Jahren so missbraucht worden wie das Wort: “Solidartät.”
      Missbraucht genau von den Nachkriegswohlstandskindern, die Politiker wurden und selber noch nichts geleistet haben, ausser schlaue Sprüche losgelassen, die jetzt alles verwirtschaften und zerstören, was geschaffen wurde ihren absurden Wahnvorstellungen.
      Am Ende werden alle, nicht nur jeder vierte, arm sein, mit Ausnahme der Korruptionseliten , Politiker und Chef-banker. Sieht Denn niemand, welche Bedingungen und Zustände überall entstehen? und das O- Ton Merkel–”wir sind die erfolgreichste Regierung seit der Wende”. Für diese Festellung muß schon Scheuklappen vor den Augen haben, oder skrupellose Propaganda betreiben. Fast wie zu Göppels Zeiten, das Volk jubelt, die Delegierten klatschen bis zur Extase, die Presse überschlägt sich vor Bewunderung, das Paradies ist nahe. Vielleicht ist das der Galgenhumor vor dem Untergang, der letzte Rausch vor der kommenden Armut..Diese wird kommen, alles deutet Darauf hin. Das traurige Ende des Nachkriegswohlstandes. Alles verjuxt, verlebt, verbraten.