Baukonzern Hochtief droht Zerschlagung, über 6.000 Stellen in Gefahr

Nach der Übernahme durch den spanischen Eigentümer ACS plant der neue Hochtief-Chef Fernandez eine Neuausrichtung des größten deutschen Baukonzerns. Dies hatte er bisher ausgeschlossen. Nun sind tausende Arbeitsplätze bedroht.

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Der neue Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes plant den Verkauf wesentlicher Teile des deutschen Bau-Konzerns, berichtet Der Westen. Fernandez arbeite derzeit an einer Neuausrichtung von Hochtief, wobei der Verkauf des Servicebereiches mit 6.000 Mitarbeitern und der Projektentwicklung mit rund 200 Mitarbeitern erwogen werden.

Der spanische Mehrheitseigentümer ACS hat eine geplante Zerschlagung bisher stets abgestritten. Und Hochtief-Chef Fernandez hat den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat sogar schriftlich zugesichert, dass es keine Zerschlagung geben werde. Sollte er also nun die Neuausrichtung des Konzerns in die Tat umsetzen wollen, muss er mit heftigem Widerstand der Arbeitnehmervertreter rechnen.

Klaus Wiesehügel, IG-Bau-Chef und Mitglied im Hochtief-Aufsichtsrat, hatte schon nach der Wahl von Fernandez zum Hochtief-Chef im November einen Stellenabbau für Hochtief abgelehnt. Doch wenn Fernandez nun die Verwaltungsbereiche verkauft, dann würden dort hunderte Arbeitsplätze gestrichen, zitiert Der Westen Stimmen aus dem Unternehmensumfeld. Am 27. Februar will Fernandez seine Strategie dem Aufsichtsrat vorlegen.

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