Europa: Griechenland auf dem Weg zur Sozialistischen Republik

In Griechenland nimmt die Beliebtheit der linksgerichteten Syriza rapide zu. In aktuellen Umfragen konnte Syriza angesichts der Armut und der steigenden Arbeitslosigkeit im Land sogar die derzeitige Regierungspartei überholen. Alexis Tsipras ist beliebter als der amtierende griechische Premier Samaras.

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Die Lage in Griechenland spitzt sich zu. Die Verhandlungen zwischen der Troika und der griechischen Regierung scheiterten am Donnerstag und die Arbeitslosigkeit stieg gegen Ende des Jahres auf ein neues Rekordhoch von 26 Prozent. Seit Mitte 2008 sind in Griechenland etwa 800.000 Arbeitsplätze verlorengegangen. Die fortwährenden Forderungen der internationalen Gläubiger und die nicht weichende Rezession treibt die griechischen Bürger immer stärker zur linksgerichteten Partei Syriza. Ende Februar hatte sogar der ehemalige griechische Spitzen-Diplomat Leonidas Chrysanthakopoulos vor einer Explosion sozialer Unruhen in Griechenland gewarnt (hier).

Wie eine aktuelle Umfrage von Skai und Kathimerini zeigt, hat Tsipras Syriza mittlerweile die regierende Nea Demokratia überholt. Wären derzeit Wahlen, könnte die Syriza 29,5 Prozent verbuchen, die Nea Demokratia 28,5 Prozent und beispielsweise die Pasok lediglich 7,5 Prozent. Die Popularität der Partei wuchs im vergangenen Monat auf 41 Prozent. Alexis Tsipras ist mittlerweile in der griechischen Bevölkerung beliebter als der amtierende Premier Samaras.

In aktuellen Umfragen liegt Syriza vor der derzeitigen Regierungspartei Nea Demokratia (Grafik: Skai).

In aktuellen Umfragen liegt Syriza vor der derzeitigen Regierungspartei Nea Demokratia (Grafik: Skai).

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