Spanien-Korruption: Konservativer Schatzmeister hat 2,4 Millionen Euro veruntreut

Luis Barcenas, der ehemalige Schatzmeister der Partido Popular (PP) von Regierungschef Mariano Rajoy, hat mehrere Millionen Euro auf ein Schweizer Bankkonto geschafft. Barcenas wurde zudem von der spanischen Zeitung El Pais beschuldigt, Barzahlungen an Rajoy geleistet zu haben.

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Spaniens Nationalem Gerichtshof liegen nun einem Bericht von Bloomberg zufolge Beweise im Korruptionsfall rund um Luis Barcenas vor. Der ehemalige Schatzmeister der regierenden Partido Popular (PP) machte Einzahlungen auf ein Schweizer Konto in der Höhe von insgesamt 2,4 Millionen Euro. Das Gericht erhielt entsprechende Dokumente von den Schweizer Behörden. Barcenas hat die Einzahlungen demnach zwischen Juni 2001 und Juni 2005 getätigt.

Die Informationen aus der Schweiz bestätigen, dass insgesamt 15 Barzahlungen geleistet wurden. Sie betrugen jeweils zwischen 100.000 Euro und 240.000 Euro und sind in Bankfilialen in Genf und Lugano eingezahlt worden. Neben dem seit 2001 bestehenden Konto in Genf hatte Barcenas bereits seit 1994 ein weiteres Konto bei der Dresdner Bank laufen. Laut der spanischen Tageszeitung El País hatte Barcenas 1994 mit den Zahlungen an seine Parteifreunde begonnen.

El Pais hatte Anfang des Jahres berichtet, Barcenas habe einen Schmiergeldfonds in der Schweiz verwaltet, aus dem unter anderem Gelder an Premierminister Mariano Rajoy und frühere Minister geflossen seien. Die PP hat die Tageszeitung daraufhin verklagt. Die bereits seit dem Jahr 2009 laufenden Ermittlungen gegen den Korruptionsring rund um die PP gehen indes weiter. Im Februar erließ das Gericht ein Ausreiseverbot gegen Barcenas – wegen akuter Fluchtgefahr (hier).

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