Russland kontert EU und schickt neue Raketen nach Syrien

Russland hat die Aufhebung des EU-Waffen-Embargos gegenüber Syrien kritisiert. Nun hat Russland aber selbst angekündigt, Raketen nach Syrien zu liefern. Diese wären ein stabilisierender Faktor in der Region, so der stellvertretende Außenminister Rjabkov.

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Ruslands Außenminister Rjabkov: EU gießt Öl ins Feuer, Russland stabilisiert mit Raketen.

Russlands stellvertretender Außenminister Rjabkov: EU gießt Öl ins Feuer, Russland stabilisiert mit Raketen.

Kurz nachdem die EU entschieden hat, das über Syrien verhängte Waffen-Embargo auslaufen zu lassen, kontert Russland. Das Land kündigte die Lieferung von S-300 Flugabwehr-Raketen an. Wann die Lieferung stattfinden soll, ist noch unklar. In Israel regt sich jedoch heftiger Widerstand gegen die Ankündigung der russischen Regierung.

Die EU gieße mit dem Beenden des Waffen-Embargos „Öl ins Feuer“, sagte der stellvertretende russische Außenminister am Dienstag (hier). Doch sich selbst behält Russland einen weiteren Eingriff in den Bürgerkrieg Syriens vor. Am Dienstag teilte Moskaus NATO-Botschafter Alexander Grushko, Journalisten mit, dass die Lieferung der Raketen erfüllt werde. „Wir erfüllen die unterschriebenen Verträge“, zitiert die FT Grushko. „Russland hat damals in völliger Übereinstimmung mit dem Völkerrecht gehandelt.

Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Ryabkov bestätigte Grushkos Worte. „Unserer Meinung nach spielen diese Lieferungen eine stabilisierende Rolle“, sagte er in Moskau. Russland glaube damit „bestimmten Hitzköpfen“ Einhalt gebieten und einen möglichen internationalen Konflikt verhindern zu können. Die Raketen dienen dem Schutz der Regierungseinrichtungen und der Soldaten, so Ryabkov.

Israel reagierte indes verärgert über die Ankündigung Russlands. In der derzeitigen Situation in Syrien sei das Verhalten Russlands „völlig falsch“, sagte der Geheimdienst-Minister Yuval Steinitz. Dies seien nicht rein defensive Waffen. „Natürlich ist dieser Schritt eine Bedrohung für uns“, sagte auch der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon.

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