Hollande in der Krise: Frankreich versinkt im Schuldensumpf

Hollande erleidet einen weiteren Rückschlag. Die Staatsschulden des Landes sind auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Über 1,8 Billionen Euro betrugen die Schulden Frankreichs zum Ende des ersten Quartals. Eine Verschnaufpause ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Steigende Arbeitslosigkeit und die Rezession werden den Trend in den kommenden Monaten noch zusätzlich verschärfen.

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Eigentlich versucht Hollande gerade, außenpolitisch auf dem EU-Gipfel zu glänzen. Doch seine gescheiterte Innenpolitik holt ihn erneut ein. Im ersten Quartal 2013 sind die Staatsschulden Frankreichs auf ein Rekordhoch von 1,87 Billionen Euro geklettert.

Das ist ein Sprung von 1,5 Prozent gegenüber dem letzten Quartal. Die Staatsverschuldung Frankreichs hat damit 91,7 Prozent des BIPs erreicht, so die französische Statistikbehörde INSEE. Angesichts dieser Daten konnte Hollande wohl nicht anders als bei den Empfehlungen der Kommission zu denken: Angriff ist die beste Verteidigung (mehr hier).

Hollande versucht seit Langem, die in der EU vorherrschende Sparpolitik abzuschwächen. Der französische Präsident weiß genau, wie stark sein Land mittlerweile wackelt. Besonders Hollande legte Wert darauf, dass der ESM Banken in Zukunft direkt rekapitalisieren kann. Denn das französische Bankensystem ist massiv angeschlagen (hier).

Klar ist, selbst wenn Hollande das Defizit verringern wollen würde, wird es zunehmend schwieriger. Frankreich steckt in der Rezession, die Industrie musste ihre Produktpreise aufgrund geringerer Nachfrage senken und die Arbeitslosigkeit steigt seit Monaten (mehr hier). Und bei letzterem nützt Hollande auch die Entscheidung der Mitgliedsländer, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, nichts (hier).

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