Vatikanbank: Bischof wegen Verdacht auf Korruption verhaftet

Die Ermittlungen wegen Geldwäsche bei der Vatikanbank gehen voran. Nun wurden der Bischof von Salerno, ein ehemaliger Mitarbeiter des italienischen Geheimdienstes und ein Finanzmakler festgenommen. Ihnen wird Verleumdung, Korruption und Betrug vorgeworfen.

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Erst Mitte der Woche hatte Papst Franziskus eine Kommission aus Kardinälen zusammengestellt. Diese soll eigene Untersuchungen hinsichtlich des Verdachts der Geldwäsche bei der Vatikanbank durchführen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit Jahren in diesem Bereich. Am Freitag kam es nun zu ersten Festnahmen, der Bischof von Salerno ist einer der Verhafteten.

Neben dem Bischof von Salerno, Nunzio Scarano, sind auch der ehemalige Mitarbeiter des italienischen Geheimdienstes, Giovanni Maria Zito, und der Finanzmakler Giovanni Carenzio festgenommen worden, berichtet die italienische Zeitung Corriere della Serra. Alle drei stehen unter dem Verdacht der Korruption, Verleumdung und des Betruges.

Zuletzt waren die zweifelhaften Vorgänge der Vatikanbank im Zuge des Rücktritts von Benedikt XVI erneut ins Scheinwerferlicht geraten (hier). Noch schnell hatte Benedikt der XVI aus diesem Grund auch einen neuen Chef für die Vatikanbank ernannt, den Deutschen Ernst von Freyberg (mehr hier).

Ernst von Freyberg äußerte sich Ende Mai erstmals ausführlich zu den Vorwürfen gegenüber der Vatikanbank:

„Als ich herkam dachte ich, dass ich vor allem tun müsste, was man allgemein als ‚Aufräumen’ bezeichnet, und dass ich mit unvorschriftsmäßigen Konten umgehen müsste. Aber davon kann ich – bis jetzt – nichts entdecken.“

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