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Siemens: Peter Löscher muss gehen, die Krise bleibt

Siemens entlässt den Vorstandschef Peter Löscher. Das Problem liegt jedoch tiefer: Der Konzern wird nicht mehr unternehmerisch geführt. Seine Eigentümer sind Investoren, die sich gerne von eitlen Managern das Blaue vom Himmel versprechen lassen. So blühen Intrigen, Geldgier und Machtspiele. Die klassische Ingenieurs-Kunst von Siemens hat an der Unternehmens-Spitze keine Stimme mehr.

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In den achtziger Jahren war Siemens noch führend bei der Entwicklung von Chips - wie dem ersten 1 MB-Chip im Jahr 1987. Nun sorgt das Unternehmen vor allem durch Querelen für Schlagzeilen. Am Mittwoch soll Joe Kaeser als Nachfolger des glücklosen Peter Löscher inthronisiert werden. (Fotos: Siemens)

In den achtziger Jahren war Siemens noch führend bei der Entwicklung von Chips – wie dem ersten 1 MB-Chip im Jahr 1987. Nun sorgt das Unternehmen vor allem durch Querelen für Schlagzeilen. Am Mittwoch soll Joe Kaeser als Nachfolger des glücklosen Peter Löscher inthronisiert werden. (Fotos: Siemens)

Der Aufsichtsrat von Siemens wird am kommenden Mittwoch den Vorstandschef Peter Löscher entlassen und an seiner Stelle allen Spekulationen zufolge den bisherigen Finanzvorstand Joe Kaeser zum neuen Chef des Unternehmens ernennen.

Löscher hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als er die Gewinnprognose für 2014 zurücknehmen musste.

Löschers Amtszeit war glanz- und glücklos. Er war von außen gekommen, um den Konzern aus dem Korruptions-Sumpf zu holen. Das ist ihm gelungen. Mehr aber auch nicht.

Die tatsächlichen Ursachen für die erneute Führungskrise bei Siemens liegen jedoch nicht allein im weltfremden Führungsstil Löschers.

Das Problem von Siemens: Das Unternehmen wird nicht mehr unternehmerisch geführt. Das wichtigste Element von Siemens, die Innovationskraft seiner Ingenieure, hat bei unternehmerischen Entscheidungen keine Stimme mehr.

An ihrer Stelle haben sich andere das 1847 vom Erfinder des Zeigertelegrafen, Werner Siemens gemeinsam mit Johann Georg Halske gegründete Unternehmen unter den Nagel gerissen. Keiner von denen, die bei Siemens die Entscheidungen treffen, versteht etwas von Technologie.

Das beginnt bei den Eigentümern. Das Unternehmen ist an der Börse notiert. Die wichtigsten Shareholder sind neben der Familie Siemens unter anderem der US-Finanzinvestor Blackrock, der Staat Katar sowie der staatliche norwegische Pensionsfonds. Diese Gruppen interessiert nur eines: Dass sich das Vermögen, das sie in Siemens investieren, vermehrt.

Im Aufsichtsrat findet man jene Kräfte, die man als die berüchtigte „Deutschland AG“ kennt: An der Spitze Gerhard Cromme, der die ThyssenKrupp AG vor kurzem wegen mangelnden Erfolges verlassen musste. Neben ihm unter anderem der Ex-Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann. Außerdem jede Menge „Arbeitnehmervertreter“, also Leute von der IG Metall oder Betriebsräte. Hinzu kommt Allianz-Chef Michael Diekmann. Am ehesten noch Sachverstand wird man Nicola Leibinger-Kammüller von der Trumpf GmbH bescheinigen können.

Im Vorstand sitzen vor allem alte Siemens-Fahrensleute und Brigitte Ederer, eine Ex-Politikerin der österreichischen Sozialdemokraten. Nur zwei von ihnen haben einen Hintergrund, der ihnen Fachwissen verschafft: Industrie-Vorstand Siegfried Russwurm, der nach dem Wunsch vieler Siemensianer eigentlich hätte der neue Chef werden sollen, und Energie-Vorstand Michael Süß, der jedoch aus der Automobilbranche kommt und daher für Energie-Fragen nur bedingt geeignet erscheint.

Der nun gefeuerte Peter Löscher kam vom Pharmakonzern Merck. Er war von Cromme geholt worden, der Löscher gar nicht kannte. Am Ende verstrickte sich Löscher in einem beispiellosen Intrigen-Spiel. Die FAZ will sogar erfahren haben, dass Cromme Löscher absichtlich ins Messer habe laufen lassen und ihn zu der im Grunde überflüssigen Gewinnwarnung gezwungen habe, um seine eigene Haut zu retten. Löschers zu erwartender Nachfolger, der Finanzvorstand Kaeser, war zuständig für die Prognosen.

Als Lobbyist betätigen sich der ehemalige Außenminister Joschka Fischer und seine US-Kollegin Madeleine Albright für Siemens

Die jüngere Geschichte Siemens ist eine Chronologie der Verirrungen und Fehlschläge. Das betrifft nicht nur die Zeit Löschers, sondern auch die seiner Vorgänger Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld. Kernprodukte wie bestellte ICE-Züge konnten nicht zeitgerecht geliefert werden, der Ausflug ins Mobilfunkgeschäft entpuppte sich als Desaster. Auch im Solar-Bereich oder bei der Windenergie lief nichts nach Plan. Stattdessen wurde die Kernmarke Osram verkauft, die als Google-Konkurrenz gedachte deutsche Suchmaschine Quaero kennt man heute nicht einmal mehr dem Namen nach (mehr im Details zu den zahllosen Fehlschlägen finden sich in einer interessanten Presseschau im Blog des Siemens Österreich Betriebsrats).

Einst eine Ikone von Siemens: Osram, das Synonym für Glühbirne. (Foto: Siemens)

Einst eine Ikone von Siemens: Osram, das Synonym für Glühbirne. (Foto: Siemens)

Die einzigen Konstanten, mit denen sich die 370.000 Mitarbeiter im Lauf der Jahre beschäftigen konnten, waren Sparprogramme beim Personal und Gehaltsexzesse bei den Managern. So hatte Heinrich von Pierer mitten während einer Lohnkürzungs-Phase für die Mitarbeiter gefordert, dass die Vorstandsgehälter um 30 Prozent zu erhöhen seien. Löscher kam im Jahr 2012 auf eine Gesamtvergütung von 7,87 Millionen Euro, monatlich also 656.000 Euro. Im Vergleich: Das niedrigste Tarifgehalt der IG Metall Bayern liegt inklusive Leistungszulage bei 2.289 Euro.

Diese Diskrepanz findet sich in vielen DAX-Konzernen. Sie bringt zum Ausdruck, was schiefläuft in diesen Unternehmen – und warum es für Siemens mit einem einfachen Personalwechsel an der Spitze nicht getan sein wird.

Bei Siemens liegt der größte Sachverstand des Managements darin, wie die Manager selbst zu noch mehr Geld kommen können.

Ihr ersten Blick gilt den Shareholdern: Dieser werden mit Phrasen zugedeckt, die aus den Management-Lehrbüchern der 90er Jahre stammen. Motivation, Vision, Strategie, Leitbild. Ob für Chips, Medikamente, Medien – das ist einerlei. Die schönen Worte sind überall dieselben. Sie sollen bei den Shareholdern Wohlwollen schaffen. Wenn alles ganz gut läuft, fallen sogar die Lemminge an den Börsen darauf herein und kaufen und treiben den Kurs (mehr zum Irrsinn von Börsenkursen – hier).

Finanzchef Kaeser zitierte bei der Grundsteinlegung für die neue Siemens-Zentrale einen Spruch, den es über Siemens schon länger gibt: Das Unternehmen sei eine „Bank mit angeschlossener Elektroabteilung“. Siemens sei „im Augenblick mit der Reparatur eines Blechschadens“ beschäftigt.

Alle Beteiligten bei Siemens sind jedoch in erster Linie daran interessiert, dass die Bank reibungslos funktioniert: Sie ist der Garant für die Renditen. Mit komplexen Finanzprodukten oder wie zuletzt mit hektischen M&A-Aktivitäten kann schnelles Geld verdient werden. Viele Vorstandschefs machen sich gar nicht mehr die Mühe, das Kerngeschäft zu verstehen. Sie wissen, dass sie mit geschicktem Kaufen und Verkaufen schneller und müheloser Kasse machen können. Das nützt ihren Shareholdern und ihnen selbst – den einen mit Rendite, ihnen selbst mit Bonus-Zahlungen.

Wenn es mit dem Kaufen und Verkaufen nicht funktioniert, dann versuchen sich die Manager in Umstrukturierungen, Neupositionierungen, Ausgliederungen oder Konsolidierung. Sie schaffen damit bürokratische Instanzen, mit denen sie hoffen, der Börse zu imponieren. Sie lagern die Verantwortung für ihr Tun an Berater und Consultants aus, lassen Studien und Gutachten erstellen, die alle nur dem einen Zweck dienen sollen: Niemand soll merken, dass die Millionen-Manager keine Ahnung haben von dem Geschäft.

Im Jahr 2011 zogen Joe Kaeser und Peter Löscher noch an einem Strang. Und Kaeser trug noch einen Bart, der ist nun ab. (Foto: Siemens)

Im Jahr 2011 zogen Joe Kaeser und Peter Löscher noch an einem Strang. Und Kaeser trug noch einen Bart, der ist nun ab. (Foto: Siemens)

Die Mitarbeiter und damit die Produkte bleiben in diesem Umfeld naturgemäß auf der Strecke. Sie verlieren trotz hoher Qualifikation ihren Job und bleiben bei irgendwelchen sinnlosen Transfer-Gesellschaften hängen, wie etwa 1.000 Top-Diplom-Ingenieure, Elektrotechniker und Mathematiker, die wegen des Flops beim Nokia Siemens Network seit über einem Jahr ohne Job sind.

Das Interesse an der „Elektroabteilung“ hält sich nämlich bei den Verantwortlichen in engen Grenzen: Was sollten Aufseher wie Cromme (Stahl), Ackermann (Banken) oder Diekmann (Finanzwirtschaft) dort auch schon ausrichten?

Die Shareholder wiederum haben daran auch kein Interesse: Blackrock und Katar sind bei Siemens eingestiegen, damit ihr Geld arbeitet. Sie sind geradezu manisch anfällig, auf Blender in Management-Positionen hereinzufallen. Sie wollen Performance. Sie wissen alles über den Preis der Aktie, den diese erreichen muss, damit sie, die Investoren, nicht als die Idioten dastehen. Sie wissen jedoch nichts über den Wert der Arbeit, der Produkte, der Innovationen bei Siemens.

Löscher hatte den Shareholdern, wie er es in den USA gelernt hatte, stets mehr versprochen, als er halten konnte. Nun messen ihn die Investoren an seinen Worten und stellen ihm den Stuhl vor die Tür. Löscher wird, wie alle gefeuerten Manager, für seinen Teil am Versagen, fürstlich entlohnt werden. Medienberichten zufolg darf Löscher mit einer Abfindung von über 9 Millionen Euro rechnen. Hinzu kommen noch 15 Millionen Euro aus Ansprüchen für seine Altersversorgung.

Joe Kaeser wird der neue Mann bei Siemens.

Er wird das Spiel mitspielen, solange es die Hülle Siemens gibt.

Denn diese Hülle verspricht Gewinn für all jene, die am Spieltisch des globalen Kasinos Platz nehmen dürfen. Manager tragen kein Risiko. Shareholder können umschichten oder auf Kosmetik hoffen.

Die Tausenden tüchtigen Ingenieure, Mathematiker und Software-Entwickler bei Siemens dagegen werden weiter staunen müssen über das Spiel, in dem sie Schachfiguren bleiben in einem Vabanque-Spiel aus Größenwahn, Zufall und Glück.

Das ist schade für die Mitarbeiter, denn sie leisten auch unter widrigen Umständen immer noch Außergewöhnliches.

Seit einiger Zeit kurvt der maßgeblich von Siemens-Technologie betriebene Mars-Roboter „Curiosity“ auf dem Roten Planeten herum.

Böse Zungen hoffen in München auf einen Einstieg von Siemens in die bemannte Raumfahrt.

Und würden den einen oder anderen brillanten Manager gerne als Test-Piloten sehen.

Auf dem Mars.

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BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
BKA meldet steigende Zahl von Flüchtlingen unter Terrorverdacht
Das BKA meldet einen signifikanten Anstieg von Personen unter Terrorverdacht, die sich unter die Flüchtlinge gemischt haben. Darunter sollen sich auch „islamistisch motivierte Kriegsverbrecher“ befinden.
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Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA, kommt am 23.07.2016 zu Beratungen über die Sicherheitslage in das Bundeskanzleramt in Berlin. (Foto: dpa)

Die AFP meldet:

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland, die unter Terrorverdacht stehen und gegen die ermittelt wird, ist laut einem Zeitungsbericht zuletzt angestiegen. Derzeit liegen den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder 410 Hinweise auf mögliche Extremisten unter den Flüchtlingen vor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) vorab aus ihrer Dienstagsausgabe berichtete.

Auch der Selbstmordanschlag von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen islamistischen Hintergrund. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor, berichtet Reuters.

Mitte Mai hatte es demnach noch 369 Hinweise gegeben. In 60 Fällen leiteten die Behörden demnach Ermittlungsverfahren ein. Auch dies sei eine Zunahme; vor zweieinhalb Monaten seien es noch 40 Verfahren gewesen. „Aktuell liegen uns keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne, auch nicht auf den Bahnverkehr, vor“, hieß es laut „NOZ“ aus dem BKA. Auch die jüngsten Attentate hätten nicht zu einer anderen Einschätzung der Gefährdung geführt.

„Angesichts der anhaltenden Zuwanderungsbewegung nach Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass sich unter den Flüchtlingen auch aktive und ehemalige Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten terroristischer Organisationen oder islamistisch motivierte Kriegsverbrecher befinden können“, zitierte die NOZ weiter aus einem BKA-Schreiben. Die Attentate von Paris hätten gezeigt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Flüchtlingsbewegung nutze, um Attentäter nach Europa zu schleusen.

Auch die Zahl der islamistischen Extremisten, die sich aus Deutschland auf den Weg nach Syrien machten, um dort auf der Seite des IS im Bürgerkrieg zu kämpfen, wuchs laut dem Bericht zuletzt weiter. Nach derzeitigem Stand seien laut BKA etwa 840 Unterstützer nach Syrien gereist – im Mai seien es erst 800 gewesen. Gut ein Drittel ist wieder zurück in Deutschland, etwa 70 waren nach Erkenntnissen der Ermittler in Ausbildungslagern oder nahmen an Kampfhandlungen teil.

Am Sonntagabend hatte sich im bayerischen Ansbach ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Wenige Tage zuvor hatte bei Würzburg ein 17-jähriger Flüchtling aus vermutlich islamistischen Motiven Reisende mit Axt und Messer angegriffen. In einem Regionalzug und später auf der Flucht verletzte er fünf Menschen schwer. Polizisten erschossen den Jugendlichen.

Europas Banken erwarten mit Sorge Ergebnisse von Stress-Test
Europas Banken erwarten mit Sorge Ergebnisse von Stress-Test
Viele europäische Banken erwarten mit Sorge die Ergebnisse des aktuellen Stress-Tests. Es wird erwartet, dass einige Banken neues Kapital auftreiben werden müssen. Tatsache ist: Die europäischen Banken haben seit der Finanzkrise deutlich an Boden gegenüber ihren Konkurrenten aus den USA…
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EZB-Chef Mario Draghi und sein portugiesischer Vize Vitor Constancio, Anfang Dezember in Frankfurt. (Foto: dpa)

EZB-Chef Mario Draghi und sein portugiesischer Vize Vitor Constancio, Anfang Dezember in Frankfurt. (Foto: dpa)

Die US-Banken haben die Finanzkrise hinter sich gelassen, während die Europäer noch immer Altlasten mit sich herumschleppen. Wie gravierend die Unterschiede inzwischen sind, hat das Analysehaus Tricumen ausgerechnet: 2007 fuhren die acht größten europäischen Banken mit dem Handel von Anleihen, Devisen und Rohstoffen noch Einnahmen von 48 Milliarden Dollar ein, die fünf größten US-Banken kamen auf 38 Milliarden. Im vergangenen Jahr schafften die Europäer noch 26 Milliarden Dollar, die US-Häuser dagegen 43 Milliarden. Ähnlich ist der Trend im Beratungsgeschäft. „Ich gehe davon aus, dass die europäischen Banken weiter Marktanteile an die Amerikaner verlieren“, sagt Tricumen-Analyst Darko Kapoor.

Die Deutsche Bank warnt regelmäßig vor diesem Szenario. Europa brauche eine globale Bank, damit Unternehmen diesseits des Atlantiks bei Kapitalmarktgeschäften nicht zu abhängig von US-Banken seien, lautet das Mantra.

Viele Bankmanager werden am 29. Juli keinen entspannten Start in die Sommerferien haben. Statt auf dem Balkon oder am Strand müssen sie den Freitagabend im Büro verbringen und die Ergebnisse des europaweiten Banken-Stresstests auswerten. Die EU-Bankenbehörde EBA will die Resultate an diesem Tag erst um 22 Uhr veröffentlichen, wenn alle wichtigen Börsen geschlossen haben. Auf diese Weise gewährt sie Investoren genügend Zeit, die Ergebnisse bis zur Öffnung der Märkte am Montag zu verdauen. Manche Beobachter fühlen sich an Zeiten der Finanzkrise erinnert, als an Wochenenden regelmäßig Rettungspläne für marode Finanzinstitute gebastelt wurden.

Vergleichbare Aktionen erwarten die meisten Banker und Experten dieses Mal zwar nicht, aber die Stimmung ist vor der Verkündung der Zahlen durchaus angespannt. Neben der Deutschen Bank, die mit ihrer Kernkapitalquote von 10,7 Prozent vielen Konkurrenten hinterherhinkt, stehen vor allem italienische Geldhäuser unter Druck. Sie schieben faule Kredite von 360 Milliarden Euro vor sich her und werden beim Stresstest deshalb nach Einschätzung von Experten besonders schlecht abschneiden. EZB-Chef Mario Draghi hat eine rasche Lösung der Probleme angemahnt.

Am Markt gibt es deshalb Spekulationen, die Politik könne die Stresstest-Resultate als Rechtfertigung nutzen, um italienische Geldhäuser zu stützen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erklärte kürzlich, man solle zunächst die Stresstest-Ergebnisse abwarten, um die Probleme der Banken besser bewerten zu können. Viele Experten halten das jedoch für Augenwischerei. „Das Problem der faulen Kredite in Italien ist seit langem bekannt“, sagt ein Bankvorstand. „Ich erwarte nicht, dass die Behörden aus dem Stresstest grundlegend neue Erkenntnisse gewinnen.“

Schon beim vorangegangenen Fitnesscheck 2014 entpuppten sich die Geldhäuser zwischen Neapel und Mailand als größte Sorgenkinder – passiert ist seitdem wenig. „Wenn die Therapie nicht erfolgt, ist das etwas, das man nicht dem Stresstest anlasten darf“, betont Michael Kemmer, der Hauptgeschäftsführer des deutschen Bankenverbands. Staatshilfen für italienische Banken sind aus seiner Sicht allerdings nur „in eng begrenzten Ausnahmefällen“ denkbar. Bei den neun teilnehmenden Instituten aus Deutschland erwartet Kemmer nach dem Stresstest keine „tiefgreifenden Verwerfungen“. Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny sagte der Nachrichtenagentur APA am Freitag, er wolle die Lage der Geldhäuser nicht überdramatisieren. Das sei „ein lösbares Problem, etwa mit dem bewährten Modell einer Bad Bank“.

Die EBA prüft, wie sich die Zahlen der Geldhäuser in einer Krise entwickeln würden. Anders als 2014 gibt es beim diesjährigen Test keine Mindestkapitalquote, die Banken nach dem sogenannten Stress-Szenario mindestens erreichen müssen – sie können somit auch nicht durchfallen. Die EZB will die Resultate aber berücksichtigen, wenn sie gegen Jahresende individuelle Mindestkapitalquoten für Institute festlegt. Die Stresstest-Ergebnisse sind für Banken also eine Art Zwischenzeugnis.

Investoren wollen dabei genau darauf schauen, wie Banken im Stress-Szenario im Vergleich zu ihren Konkurrenten abschneiden. „Es wird Rankings geben – und der Markt bildet sich dann eine Meinung“, sagt ein hochrangiger Bankenaufseher. Die Geldhäuser müssten deshalb genau erklären, wie ihre Ergebnisse zustande gekommen seien. „Da gibt es sehr methodengetriebene, technische Einflüsse.“ Da die deutschen Institute die schärferen Basel-III-Kapitalregeln schrittweise einführen, wird ihre harte Kapitalquote in den nächsten Jahren zum Beispiel tendenziell sinken – völlig unabhängig vom Stress-Szenario. „Dieser Effekt ist bei den deutschen Banken in Summe nicht ganz unbeträchtlich – und muss erläutert werden.“

Viele Institute hoffen, dass Investoren nach dem Stresstest wieder Vertrauen in den Sektor fassen. Seit dem Brexit-Votum sind Bank-Aktien europaweit eingebrochen. Sollten Investoren oder Aufsichtsbehörden nach dem Test von Banken eine Stärkung ihrer Kapitalpolster fordern, stünde der Finanzsektor dagegen vor großen Problemen. „Banken können wegen der niedrigen Zinsen das Kapital nicht so schnell aufbauen, wie sie müssten“, räumt ein hochrangiger Manager ein. „So schnell kann man die Kosten gar nicht abbauen, um das wettzumachen.“

Kapitalflucht: Türkei fürchtet Wirtschaftskrieg gegen Erdogan
Kapitalflucht: Türkei fürchtet Wirtschaftskrieg gegen Erdogan
In der Türkei erwarten verschiedene Medien einen Wirtschaftskrieg des Westens gegen die Türkei. Öl ins Feuer goß der Vorsitzende der Grünen, Özdemir: Er fordert EU-Sanktionen. Die Vertreter der US-Handelskammer in der Türkei sind dagegen nicht so pessimistisch.
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Recep Tayyip Erdogan mit seinem Premier Binali Yildirim (li.) und Generalstabschef Hulusi Akar. Die Furcht vor einem Wirtschaftskrieg steigt. (Foto: dpa)

Recep Tayyip Erdogan mit seinem Premier Binali Yildirim (li.) und Generalstabschef Hulusi Akar. (Foto: dpa)

Türkische Medien berichten, dass nach dem misslungenen Putschversuch der „Westen“ darauf erpicht sei, Erdogan mit einer vorsätzlich ausgelösten wirtschaftlichen Krise zu stürzen. So titelt die Zeitung Günes „Der zweite Putschplan des Westens ist die Verursachung einer wirtschaftlichen Krise“. So hatte Barbara Wesel von der Deutschen Welle zwei Tage nach dem Putsch geschrieben: „Politische Instrumente bieten sich nicht mehr an, den Sultan vom Bosporus zu stoppen – sondern nur wirtschaftliche. Das beginnt mit einem Kollaps beim Tourismus, gefolgt von einer Abwanderung der Investoren und großen Unternehmen.“ Die regierungsnahe Zeitung Star bestätigt die Feststellung der Türkei-Gegner, wonach die türkische Regierung und Erdogan nicht mit politischen Mitteln gestürzt werden können. Die türkische Opposition sei zwar gegen den Putschversuch gewesen, doch sie erhoffe sich eine Wirtschaftskrise, um Erdogan loszuwerden. Das ist ihre letzte Hoffnung, so das Blatt.

Tatsächlich kommt es aktuell zu einer Kapitalflucht aus der Türkei. Zuvor hatte die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) die Kreditwürdigkeit der Türkei wegen der politischen Turbulenzen auf „BB“ von „BB+“ heruntergestuft– und damit tiefer in den spekulativen Bereich. Die Banken Morgan Stanley, Societe Generale, BNP Paribas und Citigroup deuteten an, sich zurückziehen zu wollen. Patrick Mange, Fondsmanager bei BNP Paribas Investment Partners, sieht türkische Anlagen kritisch.

Am Sonntag hat der grüne Politiker Cem Özdemir als erster europäischer Politiker Sanktionen gegen die „Machthaber“ in der Türkei angeregt. 

Vizepremier Nurettin Canikli sagte am Donnerstag, dass S&P und die Putschisten demselben Zweck dienen würden. Die Milliyet zitiert Canikli: „Schauen sie, man wartet üblicherweise ein bis eineinhalb Monate ab, um die Auswirkungen des Putschversuchs auf die makroökonomischen Indikatoren zu beobachten und einzustufen. Die Entscheidung von S&P ist weder objektiv noch rational. Es ist unmöglich, mit einer rationalen Logik innerhalb dieser kurzen Zeit eine derart scharfe Entscheidung zu fällen. Sie müssen die Auswirkungen auf den Kapitalmarkt, aus den Haushalt und auf alle anderen Bereiche messen. Das ist innerhalb von drei Tagen schlichtweg unmöglich.“

Erdogan sagte, dass die Entscheidung der Ratingagentur eine politische sei. „Diese Ratingagenturen warten auf derartige Gelegenheiten. Doch sie werden uns nicht stoppen und die Notenbank wird die Liquidität sicherstellen“, zitiert Finans Gündem Erdogan.

Währenddessen ist der türkische Finanzminister darum bemüht, die Investoren zu beruhigen.

„Es wird eine maximale Feinfühligkeit für die wirtschaftliche Freiheit geben“, zitiert Bloomberg Simsek. Zudem werde die Türkei Maßnahmen treffen, um private Investitionen zu fördern. The Economist berichtet in diesem Zusammenhang, dass das Scheitern des Putschversuchs sich bisher positiv auf die türkische Wirtschaft ausgewirkt habe. „Das ist kein Sieg für die türkische Demokratie. Statt die demokratischen Institutionen zu stärken, wird Herr Erdogan seine realen und als Feind wahrgenommenen Feinde säubern und seine eigene Herrschaft etablieren. Putsche können viele Formen haben.“

Die Türkisch-Amerikanische Handelskammer (TABA-AmCham) gibt sich von allen Organisationen und Personen am optimistischsten. Der Chef der TABA-AmCham, Bora Gurcay, sagt, dass US-Firmen im aktuellen Jahr Direktinvestitionen in der Türkei tätigen wollen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Nach Angaben von Gurcay, der auch Chef von Motorola Solutions Turkey ist, sollen vier prominente US-Firmen in den kommenden Monaten große Investitionen in der Türkei durchführen. „Als die Leute das erste Mal von den Ereignissen gehört haben, brach eine Panik bei den ausländischen Firmen aus (…). Aber nachdem das türkische Volk den Putschversuch gestoppt und die Demokratie verteidigt hat, indem sie auf die Straßen gingen, entstand der Eindruck, wonach sich dauerhafte Investitionen in dem Land lohnen“, so Gurcay.

Im vergangenen Jahr befand sich die Türkei auf der Liste der beliebtesten Destinationen für ausländische Investoren auf Platz 20. Es gab ausländische Direktinvestitionen (FDI) von 16,5 Milliarden Dollar, berichtet die Welthandelskonferenz (UNCTAD). Die Renditen für zwei-, fünf- und zehnjährige Staatsanleihen hätten aufgrund des Putschversuchs und der Entscheidung der Ratingagentur steigen müssen. Doch dem ist nicht so. Bei allen Staatsanleihen gab es prozentuale Renditenrückgänge. Der Anleihenmarkt hat offenbar nach wie vor ein großes Vertrauen in die türkische Wirtschaft.

Streit mit Türkei: Europa könnte von Öl-Regionen abgeschnitten werden
Streit mit Türkei: Europa könnte von Öl-Regionen abgeschnitten werden
Die aktuelle Entfremdung zwischen der EU und der Türkei wird auch energiepolitische Folgen haben. Die EU wird schrittweise aus den ölreichen Regionen in der Nachbarschaft der Türkei isoliert. Mit der Türkei als EU-Mitglied hätte Europa seine Energiezufuhr autonom bestimmen können.
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Erdogan und Juncker am 5. Oktober 2015 in Brüssel. Juncker will verhindern, dass die EU von den Öl-Regionen isoliert wird. (Foto: dpa)

Erdogan und Juncker am 5. Oktober 2015 in Brüssel. (Foto: dpa)

Aufgrund der Entfremdung zwischen der Europa und der Türkei wird es für  die EU zunehmend schwieriger, zu den wichtigsten Energieressourcen der Welt einen autonomen Zugang zu bekommen und ihre Energiezufuhr zu kontrollieren. Die Türkei will als Schnittstelle zwischen den EU-Absatzmärkten und den Öl-Regionen in Zentralasien, im Kaukasus und im Nahen Osten agieren. Wenn die Türkei ein Mitglied der EU wäre, hätte die EU einen direkten Zugang zu jenen Energieressourcen, was entscheidend für die Energieunabhängigkeit der EU wäre. Europäische Energiekonzerne könnten dann den EU-Markt autonom versorgen und einen enormen Einfluss auf die Ölpreisbildung ausüben.

Allerdings gibt es zahlreiche Hinweise dafür, dass sich die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei nicht verbessern, sondern verschlechtern werden. Eine politische Einigung zwischen Ankara und Brüssel ist nicht in Aussicht. Türkische Geopolitiker bewerten die aktuellen Entwicklungen zwischen der EU und der Türkei aus einer globalen Perspektive.

Der türkische Oberst a.D. und Geopolitiker, Nejat Tarakçı, berichtet in einer Analyse der Denkfabrik TASAM: „Nach dem Zerfall der UDSSR gab es zwischen der EU und den USA eine Kooperation, um das entstandene Machtvakuum in Europa auszufüllen. Diese Kooperation wurde nach dem Jugoslawienkrieg und dem Ersten Golfkrieg (1991) aufgelöst, weil die Amerikaner Europa aus den Energie-Regionen verdrängte und gleichzeitig in anderen Bereichen eine Teilung der finanziellen Last verlangte. Die USA traten mit Japan und Deutschland auf der globalen Ebene in eine wirtschaftliche und politische Konkurrenz. Die Strategie Deutschlands, gemeinsam mit Frankreich die EU als balancierenden Gegenpol aufzubauen, ist aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Manövrierfähigkeit der USA ins Leere gelaufen (…). Das Ziel der USA, seine militärische Stärke zu nutzen, um in den ölreichen Regionen ein Monopol aufzubauen, hat dazu geführt, dass die EU und die USA zwangsläufig zu Konkurrenten wurden.“

Innenminister Bayern: Anschlag in Ansbach islamistisch motiviert
Innenminister Bayern: Anschlag in Ansbach islamistisch motiviert
Der Selbstmordanschlag in Ansbach war nach Angaben des bayerischen Innenministers islamistisch motiviert. Dies gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor. Inzwischen ordnete das Innenministerium vermehrte Streifen an öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen an.
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Polizisten in Ansbach. (Foto: dpa)

Polizisten in Ansbach. (Foto: dpa)

Der Selbstmordanschlag von Ansbach hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann einen islamistischen Hintergrund. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Handy des Attentäters hervor, berichtet Reuters.

Auf dem Handy des Täters hätten Ermittler ein Video gefunden, in dem dieser einen Terroranschlag „im Namen Allahs“ gegen Deutsche androhe, sagte Herrmann (CSU) am Montag in Nürnberg. Zudem habe er seine „Zugehörigkeit“ zum Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, bezeugt.

Innenminister Thomas de Maizière hat nach den Attentaten von Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach nach eigenen Worten verstärkte Streifen der Bundespolizei an Flughäfen und Bahnhöfen angeordnet. „Was mir im Moment besonders wichtig erscheint, ist eine erhöhte Präsenz von Polizeikräften im öffentlichen Raum“, sagte der Bundesminister am Montag in Berlin. Auch die sogenannte Schleierfahndung an den Grenzen gehe weiter. Zu möglichen Gesetzesänderungen hielt sich de Maizière bedeckt. Entsprechende Änderungen könnten vor Abschluss der Ermittlungen nicht feststehen. Er werde jedoch Änderungen anstoßen, wenn diese erforderlich seien.

Am Sonntagabend hatte ein Asylbewerber aus Syrien im fränkischen Ansbach nach Behördenangaben 15 Menschen verletzt, mehrere davon schwer. Die bayerischen Ermittler gehen inzwischen von einem islamistischen Hintergrund aus. Das gehe aus einem Bekennervideo auf dem Mobiltelefon des Täters hervor, sagte Innenminister Joachim Herrmann. De Maizière bestätigte, dass der 27-Jährige vor zwei Jahren nach Deutschland kam. Demnach war er bereits in Bulgarien als Flüchtling anerkannt worden und sollte dorthin abgeschoben werden.

Ansbach: Attentäter sollte nach Bulgarien abgeschoben werden
Ansbach: Attentäter sollte nach Bulgarien abgeschoben werden
Der mutmaßliche Attentäter von Ansbach sollte nach Bulgarien abgeschoben werden. Warum die Abschiebung noch nicht vollzogen worden sei, konnte ein Sprecher der Bundesregierung nicht sagen. Der junge Mann war zuletzt in Deutschland geduldet.
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Bundesinnenminister de Maiziere mit Bundeskanzlerin Merkel. Der Attentäter sollte nach Bulgarien zurück. (Foto: dpa)

Bundesinnenminister de Maiziere mit Bundeskanzlerin Merkel. (Foto: dpa)

Der Selbstmordattentäter von Ansbach sollte nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach Bulgarien abgeschoben werden, berichtet AFP. Warum die Abschiebung des Syrers nicht vollzogen worden sei, könne er derzeit nicht sagen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Abschiebungen lägen in der Zuständigkeit der Länder.

Der 27-jährige Flüchtling hatte sich am Sonntagabend in Ansbach vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Nach Polizeiangaben soll der Syrer seit rund zwei Jahren in der mittelfränkischen Stadt gelebt haben. Sein Asylantrag sei abgelehnt worden, allerdings habe er eine Duldung gehabt.

Der Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, dass Syrer wegen des Kriegs momentannicht in ihre Heimat abgeschoben werden könnten. Dies bedeute aber nicht, dass Syrer nicht in Drittstaaten abgeschoben werden könnten. Im Eurodac-System, der gesamteuropäischen asylrechtlichen Datenbank, sei der Attentäter von Ansbach von Behörden insbesondere in Bulgarien und in Österreich erfasst worden.

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