Kahlschlag bei Siemens: 15.000 Mitarbeiter gefeuert

Kurz nach seinem Amtsantritt sorgt Siemens-Chef Joe Kaeser endlich für Klarheit. Im Rahmen des laufenden Sparprogramms müssen allein in Deutschland 5.000 Mitarbeiter gehen. Vor allem die Industrie ist betroffen.

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Bei Siemens sollen bis Herbst 2014 weltweit insgesamt 15.000 Stellen wegfallen. In Deutschland wird der Münchner Konzern 5.000 Stellen abbauen. Investoren hatten Klarheit gefordert und beklagt, dass das sechs Milliarden Euro schwere Sparprogramm zu langsam laufe.

Siemens wolle die grassierenden Spekulationen über das Thema nun beenden, zitiert Reuters einen Konzernsprecher. Die Zahl der weltweit Beschäftigten stagniere im Jahresvergleich bei rund 370.000.

In Deutschland sei die Industrie am stärksten von den Einschnitten betroffen. Dort fallen dem Sprecher zufolge etwa 2.000 Arbeitsplätze weg. In den Segmenten Energie und Infrastruktur & Städte seien es jeweils 1.400 Jobs. In Deutschland sind in den vergangenen Jahren 25.000 Jobs weggefallen.

Ex-Siemens-Chefs Peter Löscher hatte eine Umsatzrendite von 12 Prozent erreichen wollen. Im Juli musste er jedoch zugeben, dass dieses Ziel verfehlt wird, was zu seinem Rücktritt zum 31. Juli beitrug (hier). Löscher wurde durch seinen Finanzvorstand Joe Kaeser ersetzt, der versprach, für Ruhe im Konzern zu sorgen.

Im dritten Quartal waren die Geschäfte nur durchwachsen. Der Quartalsumsatz ging um 2 Prozent auf 19 Milliarden Euro zurück. Vor allem die Kosten für die Stellenstreichungen und den Konzernumbau belasteten das Ergebnis.

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