Bank of England rüstet im Krieg gegen Cyber-Terror auf

Die Bank of England will sich gegen mögliche Angriffe auf die Finanz-Infrastruktur in der City of London wappnen. Ein früherer Terrorismus-Experte übernimmt das neu geschaffene Amt für Informations-Sicherheit bei der Bank of England. Vielleicht ein Experte für False-Flag-Operationen?

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Die Bank of England hat einen neuen Beauftragten, der die Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyber-Angriffe beaufsichtigen soll.

Der neue Chief Information Security Officer (Ciso), Don Randall, hat seine Arbeit am 1. November angetreten. Er ist verantwortlich für „Angelegenheit im Zusammenhang mit der Informations-Sicherheit, darunter Cyber-Gefahren“, zitiert centralbanking.com ein Statement der Zentralbank.

Randall war er 25 Jahre lang Polizist bei der City of London Police, spezialisiert auf Betrug und Terrorismus-Bekämpfung. Später wurde er internationaler Sicherheitsmanager für Europa, den mittleren Osten, Afrika und Asien-Pazifik bei JPMorgan. Seit 2008 war Randall Sicherheitschef der Bank of England. In dieser Funktion wird er von Dominic Whittle ersetzt.

Die Zentralbanken der Welt sind zunehmend besorgt darüber, dass Cyber-Kriminelle die Stabilität des Finanzsystems bedrohen. Die Schwedische Reichsbank und die Zentralbank der Philippinen sind bereits Opfer von Cyber-Angriffen geworden.

Die amerikanische Börsen-Aufsicht SEC warnte bereits im September vor Cyber-Attacken gegen das Finanz-System und forderte die Banken dringend dazu auf, Notfall-Pläne gegen solche Angriffe zu erstellen (mehr hier).

Andrew Haldane, verantwortlich für die Finanzstabilität bei der Bank of England, sagte, ein Angriff auf die Finanz-Infrastruktur des Landes wäre „ein guter Weg, Chaos zu verursachen“. Bei einem Treffen mit den Sicherheits-Chefs der großen Banken hätten ihm vier von fünf Verantwortlichen gesagt, dass Cyber-Gefahren „ganz oben auf ihren Listen stehen“, so Haldane.

Eine Studie der britischen Finanzaufsicht FCA vergleicht die Widerstandskraft der Banken gegen Cyber-Angriffe. Zudem hat das FCA einen privaten Berater damit beauftragt, die Banken des Landes hinsichtlich ihrer Fähigkeit zu testen, einem Cyber-Angriff standzuhalten.

Nicht nur die Zentralbank rüstet sich für den Cyber-Krieg. Die brititsche Regierung investiert derzeit 600 Millionen Euro in die Aufrüstung mit IT-Waffen. Das Verteidigungsministerium spricht offen davon, dass London seine Feinde angreifen könnte (mehr hier).

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