Rekord: Sigmar Gabriel erwartet fantastisches Wirtschaftsjahr 2014

Die Bundesregierung erwartet ein rosiges Jahr 2014. Das Wachstum werde sich vervierfachen, ein Beschäftigungsrekord sei zu erwarten. Diese Zahlen entstammen dem neuen Jahreswirtschaftsbericht. Superminister Sigmar Gabriel hat den Bericht bisher zurückgehalten - offenbar um die Zahlen "spitz zu rechnen", wie es im Gabriel-Ministerium heißt.

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Sigmar Gabriel legt gleich zu Beginn seiner Amtszeit eine glänzende Bilanz vor – wenngleich auch nur als Prognose.

Um wirklich alles richtig zu machen, hat Gabriel den Jahreswirtschaftsbericht noch einmal genau unter die Lupe lassen und die Veröffentlichung der Zahlen verschoben (hier).

Und nun kann der Superminister wirklich gute Zahlen vorhersagen.

Die Bundesregierung bessert ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht nach und rechnet für 2015 mit einer weiteren Beschleunigung des Aufwärtstrends. „Spitz gerechnet“ erwarte die Regierung nunmehr für dieses Jahr einen Anstieg der Wirtschaftleistung um 1,8 Prozent, erfuhr Reuters aus Koalitionskreisen am Dienstag. Das ist etwas mehr als die bisherige Schätzung von 1,7 Prozent, aber mehr als das Vierfache der 0,4 Prozent vom vergangenen Jahr. Im nächsten Jahr solle die Wachstumsrate dann auf 2,0 Prozent steigen. Zudem wird im laufenden Jahr nach Einschätzung der Regierungsexperten mit 42,1 Millionen Menschen ein Beschäftigungsrekord erreicht – das ist ein Plus von rund 240.000 Personen.

Die Zahlen sind im neuen Jahreswirtschaftsbericht aus dem Bundeswirtschaftsministerium enthalten, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen und danach veröffentlicht werden soll. Der Bericht trägt die Überschrift „Soziale Marktwirtschaft heute – Impulse für Wachstum und Zusammenhalt“.

Im letzten Entwurf der Berichts war von einem Exportwachstum in diesem Jahr von 4,1 Prozent bei einem Importanstieg von fünf Prozent die Rede gewesen. Auch diese beiden Zahlen liegen etwas über der Herbstprognose der damaligen schwarz-gelben Regierung. „Als zentrale Annahme wird bei der Projektion unterstellt, dass der Finanzsektor stabil bleibt und es insbesondere im Euro-Raum zu keinen negativen Entwicklungen kommt, in deren Folge die Verunsicherung der Marktteilnehmer wieder markant steigt“, heißt es in dem Bericht. Das deutsche Wirtschaftswachstum werde abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euro-Raums liegen.

Auch die EZB ist nach schlechten Erfahrungen mit realen Zahlen zu Prognosen übergegangen: Italienische Banken brauchen für den Stresstest nur die Zukunft vorherzusagen, um zu bestehen (mehr hier).

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