London vertraut Bitcoin: Künftig von der Umsatzsteuer befreit

Die britische Steuerbehörde kündigt an, die Mehrwertsteuer auf Bitcoin in Höhe von 20 Prozent abzuschaffen. Dieser Schritt ist überraschend, weil nach dem jüngsten Crash die meisten Länder eher nervös sind und versuchen, Bitcoin stärker zu regulieren.

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Die britische Steuerbehörde plant, die Mehrwertsteuer auf den Handel mit Bitcoin abzuschaffen. Diese Nachricht kommt nur wenige Tage nach dem Zusammenbruch von Mt.Gox, der bis dahin größten Bitcoin-Börse. Durch Hackerangriffe wurden Bitcoin im Wert von knapp einer halben Milliarde Dollar gestohlen (mehr hier).

Bei einem Treffen mit Händlern aus Großbritannien kündigte die Steuerbehörde nun an, sie würde in Zukunft nicht mehr 20 Prozent Mehrwertsteuer auf Bitcoin-Handel verlangen.

Der Schritt Großbritanniens kommt auch deswegen überraschend, weil in anderen Ländern die Reglementierungen für Bitcoin wegen möglicher Steuerflucht oder Geldwäsche verschärft wird.

Regierungen weltweit müssen sich der Frage stellen, wie mit der virtuellen Währung umzugehen ist. Singapur hat Steuerrichtlinien ausgerufen, die USA etwa noch nicht. China hat Bitcoin verboten, während Russland und Vietnam Transaktionen für illegal erklärt hatten.

Die Nachricht vom Ende der Mehrwert-Steuer freut vor allem Start-ups. Eine Beibehaltung hätte diverse Projekte gefährdet, so ein Unternehmer zur FT. Er plant beispielsweise, Bitcoin-Geldautomaten in Großbritannien aufzustellen.

Die Steuerbehörde hatte Bitcoin im vergangenen Jahr zuerst als Gutschein eingestuft und die Mehrwertsteuer auf den Wert der Münze erhoben. Unternehmer in Großbritannien beschwerten sich darüber und meinten, die Kunden würden in andere Ländern ausweichen, wo es keine Steuern auf Bitcoin gäbe.

Andere Steuern, wie etwa die Körperschaftsteuer, würden immer noch für Kauf, Verkauf und Tausch von Bitcoin gelten.

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