Deutsche Botschaft in Brüssel: Verhaftungen nach Besetzung

Die Aktivisten, die die deutsche Botschaft zeitweise besetzten, verlangen ein Ende des Grenzschutzes Frontex. Zudem fordern sie ein Gespräch mit dem deutschen Botschafter. Sie wollen so gegen die Räumung einer von Flüchtlingen besetzten Schule in Berlin protestieren.

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Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung haben Demonstranten kurz vor Beginn des EU-Gipfels einen Teil der deutschen Botschaft in Brüssel zeitweise besetzt. Rund 20 Aktivisten drangen am Mittwochmorgen in den Eingangsbereich des Botschaftsgebäudes ein und skandierten auf Englisch: „Hört auf, Flüchtlinge zu töten.“ Nach rund einer Stunde wurden die Demonstranten ohne Widerstand von der belgischen Polizei abgeführt. Zuvor war es zu einem kurzen Handgemenge gekommen (mehr hier).

Eine Teilnehmerin an der Aktion sagte zu Reuters, dass ihre Gruppe unter anderem die Abschaffung der EU-Vereinbarungen zur Abschiebung von Flüchtlingen sowie einen Stopp der Aktivitäten der EU-Grenzschutzeinrichtungen Frontex und Eurosur fordere.

Zudem hätten sie ein Gespräch mit dem deutschen Botschafter verlangt, um auf die Situation von Flüchtlingen in der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg aufmerksam zu machen. Dort hatten die Behörden am Dienstag mit der Räumung des von Flüchtlingen besetzten Gebäudes begonnen.

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