Online-Banking: Betrüger hacken SMS-Verfahren zur Überweisung

Hackerbanden haben dutzende Telekom-Kunden per Online-Banking bestohlen. Die Betrüger verschafften sich die Sim-Karte der Opfer, indem sie sich bei der Telekom als Mobilfunk-Händler ausgaben. Damit überwiesen sie fünfstellige Beträge von den Kundenkonten.

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Eine Betrugswelle hat in den vergangen Monaten dutzende Telekom-Kunden mit Online-Banking getroffen. Hacker tricksten das zweigleisige Sicherungsverfahren aus, indem sie den Computer hackten und sich gleichzeitig die SIM-Karte der Opfer beschafften. Der gesamte Schaden geht über eine Million Euro.

Betroffen sind dutzende Kunden verschiedenster Anbieter, die jedoch alle einen Handy-Vertrag bei der Telekom abgeschlossen hatten. An die SIM-Karte kommen die Täter, indem sie sich gegenüber der Telekom als Handy-Shop-Besitzer ausgeben, der für seine Kunden eine neue SIM-Karte freischalten will. Damit erhielten sie Zugang zu dem mTan-Verfahren und überwiesen über Wochen fünfstellige Beträge von den Konten der Opfer.

Dieser Trick ist neu: Bei einer früheren Betrugswelle hatten sich die Täter als Kunden ausgegeben, woraufhin die Mobilfunkanbieter das Identifizierungsverfahren für die Erlangung einer neuen SIM-Karte verschärft hatten. Nachdem sich die Täter nun statt als Kunden als Händler ausgeben, haben die Banken reagiert und auch dieses Identifizierungsverfahren verschärft, so ein Postbank-Sprecher gegenüber der SZ. Die Kunden bekommen den Schaden in der Regel von ihrer Bank erstattet.

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