Online-Banking: Betrüger hacken SMS-Verfahren zur Überweisung

Hackerbanden haben dutzende Telekom-Kunden per Online-Banking bestohlen. Die Betrüger verschafften sich die Sim-Karte der Opfer, indem sie sich bei der Telekom als Mobilfunk-Händler ausgaben. Damit überwiesen sie fünfstellige Beträge von den Kundenkonten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Eine Betrugswelle hat in den vergangen Monaten dutzende Telekom-Kunden mit Online-Banking getroffen. Hacker tricksten das zweigleisige Sicherungsverfahren aus, indem sie den Computer hackten und sich gleichzeitig die SIM-Karte der Opfer beschafften. Der gesamte Schaden geht über eine Million Euro.

Betroffen sind dutzende Kunden verschiedenster Anbieter, die jedoch alle einen Handy-Vertrag bei der Telekom abgeschlossen hatten. An die SIM-Karte kommen die Täter, indem sie sich gegenüber der Telekom als Handy-Shop-Besitzer ausgeben, der für seine Kunden eine neue SIM-Karte freischalten will. Damit erhielten sie Zugang zu dem mTan-Verfahren und überwiesen über Wochen fünfstellige Beträge von den Konten der Opfer.

Dieser Trick ist neu: Bei einer früheren Betrugswelle hatten sich die Täter als Kunden ausgegeben, woraufhin die Mobilfunkanbieter das Identifizierungsverfahren für die Erlangung einer neuen SIM-Karte verschärft hatten. Nachdem sich die Täter nun statt als Kunden als Händler ausgeben, haben die Banken reagiert und auch dieses Identifizierungsverfahren verschärft, so ein Postbank-Sprecher gegenüber der SZ. Die Kunden bekommen den Schaden in der Regel von ihrer Bank erstattet.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick