Russland und China kündigen Marine-Manöver im Südchinesischen Meer an

Russland und China werden ein gemeinsames Marinemanöver im Südchinesisches Meer durchführen. Australien hat angekündigt, das Manöver von seinem Nachrichtendienst ausspähen zu lassen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping planen ein gemeinsames Marine-Manöver. (Foto: dpa)

Der russische Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping. (Foto: dpa)

Die russische Marine wird an einem chinesischen Marine-Manöver im Südchinesischen Meer teilnehmen. Das gemeinsame Manöver soll im September stattfinden, meldete ein Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums. Allerdings machte er keine Angaben zum Umfang und zum Ort des Manövers.

Nach einer gemeinsamen Verständigung, die zwischen China und Russland erreicht wurde, werden die Marinen beider Länder im September eine gemeinsame militärische Übung in den einschlägigen See- und Luftbereichen des Südchinesischen Meeres durchführen. Das Manöver soll unter dem Namen ,Gemeinsames Meer 2016‘ stattfinden“, zitiert die New York Times den hochrangigen Oberst Yang Yujun.

Nach einem Bericht des Sunday Herald will Australien seinen Marinenachrichtendienst beauftragen, das Manöver zwischen China und Russland zu beobachten. Die Australier wollen herausfinden, wie die beiden Länder im Bereich der Marine zusammenarbeiten. „Es wäre töricht für die Verteidigung, diese Gelegenheit zu verpassen“, so ein Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums.

Die Volksrepublik China hatte nach der Entscheidung des Schiedsgerichts in Den Haag erklärt, sie werde an ihren Souveränitätsrechten festhalten und habe das Recht, über den umstrittenen Gewässern eine Luftverteidigungszone einzurichten. In der Entscheidung hieß es, China habe in den Gewässern keine historischen Ansprüche und verletze mit der Suche nach Öl und Gas Hoheitsrechte der Philippinen.

Unter dem Südchinesischen Meer werden reiche Öl- und Gasvorkommen vermutet. Außerdem ist das Gebiet für die Fischerei wichtig und liegt auf der direkten Schifffahrtsroute zwischen Europa und Ostasien.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

media-fastclick media-fastclick