Technologie

Solarzellen kommen künftig aus der Spraydose

Lesezeit: 1 min
10.12.2014 10:36
Kanadische Forscher haben eine Methode entwickelt, um Solarzellen auf flexible Oberflächen zu sprühen. Sie benutzen dazu flüssige „Farbe“ aus Colloidalen Quanten-LEDs. Diese winzigen lichtempfindlichen Teilchen ermöglichen es, den Solarzellen-Spray einfach und günstig herzustellen.
Solarzellen kommen künftig aus der Spraydose

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Kanadische Forscher haben eine  Methode entwickelt, um Solarzellen auf flexible Oberflächen zu sprühen. Sie benutzen dazu winzige licht-empfindliche Materien, so gennante Colloidale Quanten-LEDs (CQDs). Diese ermöglichen es, den Solarzellen-Spray einfach und günstig herzustellen.

„Mein Traum ist es, dass eines Tages zwei Techniker mit Rucksäcken wie in dem Ghosbuster-Film zu uns nach Hause kommen und damit das Dach besprühen“ so der Entwickler Illan Kramer gegenüber dem Wissenschaftsmagazin phys.org. Kramer forscht an der Universität von Toronto in Kanada und hat seine Ergebnisse in diversen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Der Solarspray könnte dem Entwickler zufolge beispielsweise auf eine flexible Folie gesprüht und auf allen erdenklichen Oberflächen angebracht werden: Von Gartenmöbeln bis zu Flugzeugtragflächen sei demnach alles denkbar. Ein solarbesprühtes Autodach produziert dabei genug Energie, um drei 100-Watt Birnen zu versorgen.

Benannt ist der SprayLD nach dem Herstellungsprozess ALD: Atomic Layer Deposition. Dabei werden Materialen in verschiedenen Schichten aufgetragen, die jeweils nur ein Atom breit sind.

SprayLD unterscheidet sich demnach zu früheren Systemen vor allem durch die Einfachheit der Handhabung und Fertigung: Eine mit CQDs versetzte Flüssigkeit wird direkt auf flexible Untergründe aufgetragen. Die Methode ähnelt dem Aufbringen von Druckertinte auf Papierrollen. Durch den vereinfachten Prozess kann die „Solarzellenfarbe“ leicht in bereits existierende Produktionsabläufe integriert werden. Dies stellt eine entscheidende Vorraussetzung für die kostengünstige Verbreitung dar. Auch die  verwendeten Sprühdosen können aus anderen Bereichen recycelt werden und müssen keine speziellen Anforderungen erfüllen. „Man kann alles praktisch aus der Kollektion auf einem Schrottplatz zusammenbauen, so haben wir es eigentlich auch gemacht“ so Kramer.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Insider: EZB-Inflationsziel soll zeitnah angehoben werden

Bei der EZB herrscht Einigkeit darüber, dass das derzeitige Inflationsziel von "unter, aber nahe 2 Prozent" ausgedient hat. Die Bürger...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nächster Preis-Boom? Bei Rohstoffen droht der nächste Super-Zyklus

Einem Top-Investor zufolge könnte bei Rohstoffen der nächste preisliche Super-Zyklus eintreten. Die Preise könnten sogar künstlich in...

DWN
Politik
Politik Wie die USA mit einem „impotenten“ Projekt Chinas Neue Seidenstraße aushebeln wollen

Die USA wollen angeblich mit der „B3W“-Initiative die chinesische Neue Seidenstraße aushebeln. Doch die Wahrheit ist, dass die...

DWN
Finanzen
Finanzen Cannabis auf Rezept: Gegen diese Krankheiten wirkt die Heilpflanze

Cannabis ist vielen nur als Droge bekannt. Dabei nutzen Menschen das Kraut seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze. Seit 2017 können...

DWN
Politik
Politik Spanien begnadigt katalanische Separatisten unter Auflagen

Die spanische Regierung von Pedro Sanchez hat ungeachtet des Widerstands in der Bevölkerung alle neun verurteilten Anführer der...

DWN
Politik
Politik Philippinen: Präsident Duterte droht Impfverweigerern mit Gefängnis

"Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, werde ich Sie festnehmen lassen", sagte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte in einer...

DWN
Deutschland
Deutschland DWN-SERIE PARTEIENPROGRAMME: CDU und CSU sind gegen eine europäische Schuldenunion

Aus dem Wahlprogramm der CDU/CSU geht hervor, dass es auch künftig keine EU-Schuldenunion geben soll.

DWN
Politik
Politik Marc Friedrich: Die Bundesregierung probte schon 2012 den Umgang mit Corona

Marc Friedrich geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht.