Politik

Finnland: Eigenes Budget für Eurozone spaltet Europa

Lesezeit: 1 min
15.10.2012 15:36
Beim EU-Gipfel diese Woche wird das „Eurobudget“ ein zentrales Thema sein. Während die Befürworter hoffen, damit die Eurokrise zu lindern, warnen die Kritiker vor den Auswirkungen auf die gesamte EU. Der finnische Ministerpräsident befürchtet etwa eine Spaltung zwischen EU und Eurozone.
Finnland: Eigenes Budget für Eurozone spaltet Europa

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Panama will Euro einführen

Der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen kritisiert im Vorfeld des EU-Gipfels Ende dieser Woche das geplante eigenständige Budget der Eurozone heftig: „Ist es richtig, die Integration der Eurostaaten von der Integration der Nicht-Eurostaaten zu trennen? Was würde dies zweitens für das EU-Budget bedeuten? Käme das Geld daraus?“, sagte Katainen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge in einem Interview mit einem finnischen Radiosender.

Mit einem Zusatzetat der Eurozone würden sich die 17 Euroländern zusätzlich von den zehn Ländern außerhalb der Eurozone isolieren, befürchtet Katainen.

Neben der zunehmenden Zentralisierung der Steuerpolitik würde durch ein eigenes Budget der Eurozone auch ein nächster Schritt in Richtung einer Transferunion gemacht. Dadurch müssten auch sparsame Staaten für weniger sparsame Länder bürgen.

Ein anderer Versuch, eine Vergemeinschaftung der Schulden in der Eurozone zu erreichen, wurde mit der einheitlichen Einlagensicherung erst kürzlich von Bundeskanzlerin Angela Merkel verhindert (mehr hier).

Mehr Themen:

Merkel: In Griechenland wird es keine unkontrollierbaren Entwicklungen geben

Troika: „Wir haben Fehler gemacht“

Deutschlands Renten: Weltweit nur drittklassig

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen China macht Schanghai zum Versuchslabor für die Globalisierung des Yuan

Chinas Regierung forciert die Internationalisierung der Landeswährung Renminbi. Am Finanzplatz Schanghai sollen umfassende...

DWN
Politik
Politik „Falsche“ Corona-Berichterstattung: Youtube sperrt Sky News Australia

Die Videoplattform Youtube zensiert den australischen Sender Sky News. In Deutschland ist die Zensurpolitik illegal, urteilte vor Kurzem...

DWN
Politik
Politik Scholz wird kreativ: Wer sich impfen lässt, soll auch eine Gratis-Bratwurst bekommen

Finanzminister Olaf Scholz ist eigentlich kein kreativer Mensch. Doch nun kommt er mit einer außerordentlich grandiosen Idee an. Wer sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Portfolio

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Studien widerlegen den Mythos von der chinesischen „Schuldenfalle“

In den Medien wird häufig davon berichtet, dass China mithilfe der Kreditvergabe an ärmere Staaten politische Abhängigkeiten schaffe....

DWN
Technologie
Technologie Russland baut zwei „Doomsday Jets“ für Regierung und Militärspitze

Die russische Regierung hat den Bau zweier Spezialflugzeuge veranlasst, welche im Falle eines Atomkrieges die Regierung und...

DWN
Deutschland
Deutschland Eine Woche nach CSD-Parade mit 80.000 Teilnehmern - Berlin setzt Demo-Verbote gegen Corona-Politik durch

Eine Woche, nachdem 80.000 Teilnehmer der Schwulen-, Lesben und Queer-Parade CSD in Berlin ausgelassen feierten, verbietet die...

DWN
Deutschland
Deutschland Direkte Demokratie in Deutschland? Nichts könnte für Merkel unwichtiger sein

Der Verein „Mehr Demokratie“ gibt der Bundesregierung beim Thema Volksentscheide und mehr direkte Demokratie eine glatte „6„.