Die Themen im Überblick
1 Droht jetzt die stille Enteignung in der Eurozone?
Italiens Griff nach dem Gold: Die italienische Regierung plant, staatliche Goldreserven als „Volksvermögen“ zu deklarieren und private Goldbestände mit einer Abgabe von 12,5 Prozent zu belegen, was als gefährlicher Präzedenzfall für den Eigentumsschutz in der EU gilt. Dieser Schritt signalisiert, dass in hochverschuldeten Staaten selbst der letzte „sichere Hafen“ nicht mehr unantastbar ist.
2 Wohnnebenkosten-Ranking
Die „zweite Miete“ als Armutsrisiko: In Deutschland steigen die Wohnnebenkosten so stark, dass sie zunehmend zur finanziellen Überlastung führen, wobei die Kosten je nach Stadt – etwa zwischen Bremen und Erfurt – massiv variieren. Da Mieter kaum Einfluss auf kommunale Gebühren und Steuern haben, wird das Wohnen insbesondere für die arbeitende Mitte zu einem wachsenden sozialen Risiko.
3 Endet die Koalition 2026 vorzeitig?
Schicksalsjahr für die Koalition: Die schwarz-rote Bundesregierung steht 2026 vor einem Jahr voller Landtagswahlen und innerer Konflikte, während fast die Hälfte der Bevölkerung mit einem vorzeitigen Ende des Bündnisses rechnet. Besonders das Erstarken der AfD in Ostdeutschland und schwierige Sozialreformen könnten die politische Stabilität der Republik grundlegend verändern.
4 CO2-Preis ist am 01.01.2026 gestiegen
Teurer Heizen und Tanken durch CO2-Preise: Ab 2026 steigt der CO2-Preis auf bis zu 65 Euro pro Tonne, was zu spürbaren Mehrkosten bei Benzin und Heizöl führt. Bis zum Jahr 2028 könnten die Heizkosten für einen typischen Haushalt sogar um rund 1.000 Euro jährlich ansteigen, falls keine flankierenden sozialen Ausgleichsmaßnahmen erfolgen.
5 Warum RWE den Takt für Europas Netze vorgibt
Energiespeicher als Rückgrat der Netze: Um die Schwankungen erneuerbarer Energien abzufedern, investiert RWE massiv in großskalige Batteriespeicher, wie das neue 200-Millionen-Pfund-Projekt in Wales zeigt. Diese Technologie ist entscheidend für die Stabilität des europäischen Strommarktes und muss bis 2030 rasant ausgebaut werden.
6 Lösung des Ukraine-Kriegs kommt voran. Oder?
Diplomatische Bewegung im Ukraine-Krieg: Moskau bewertet aktuelle Gespräche zwischen den USA und Russland als ersten Schritt in einem neuen Verhandlungsprozess, wenngleich konkrete Ergebnisse noch ausstehen. Der größte Streitpunkt bleibt weiterhin die territoriale Frage, da Russland auf der Einverleibung des gesamten Donezk-Gebiets beharrt.
7 Diese Unternehmen warten auf ein Ende des Krieges
Börsentrend Wiederaufbau statt Rüstung: An den Märkten findet eine Umschichtung statt, bei der Anleger verstärkt auf Unternehmen setzen, die vom späteren Wiederaufbau der Ukraine profitieren könnten, während Rüstungsaktien unter Druck geraten. Da ein Friedensschluss ungewiss bleibt, gelten Investitionen in den Wiederaufbau derzeit als das „sicherere“ langfristige Szenario gegenüber Wetten auf ein schnelles Kriegsende.
Warum diese Woche entscheidend war
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