Politik

Zypern hebt Kapitalverkehrskontrollen auf

Lesezeit: 1 min
07.04.2015 02:20
Zypern hat die in der Finanzkrise eingeführten Kapitalverkehrskontrollen aufgehoben. Die Anleger in Zypern haben während der Krise 13 Milliarden Euro verloren. Mit der Maßnahme möchte Zypern wegen der neuen Griechenland-Krise zur Stabilität des Euro-Raums beitragen.
Zypern hebt Kapitalverkehrskontrollen auf

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Gut zwei Jahre nach Ausbruch der schwersten Finanzkrise in der Geschichte Zyperns sind alle Einschränkungen im Geldverkehr des Landes aufgehoben worden. Dies sagte der zuständige Mitarbeiter des Finanzministeriums in Nikosia, Andrea Charalambous, der dpa. Alle Einschränkungen wurden am Montag aufgehoben.

Im Frühjahr 2013 waren auf Zypern strenge Kapitalkontrollen eingeführt worden. Während der ersten Monate durften Reisende höchstens tausend Euro pro Auslandsreise mit sich führen. Die Summe war stufenweise auf 6000 Euro in den letzten Monaten angehoben worden.

Der Verband der Arbeitgeber und Industrien (OEB) begrüßte die Entscheidung. «Es ist eine sehr gute Bewegung, die unser Banksystem normalisiert», sagte der Generaldirektor des Arbeitgeber- und Industrieverbandes, Michalis Pilikos, zypriotischen Medien.

Das Euroland wurde im Frühjahr 2013 nur mit neuen Krediten internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt. Anleger mussten mit einer Zwangsabgabe zur Rettung beitragen. Die Kunden des größten Geldinstituts, der Bank of Cyprus (BOC), wurden mit 47,5 Prozent ihrer Guthaben von mehr als 100 000 Euro zur Sanierung herangezogen.

Die zweitgrößte Bank des Landes, die Laiki Bank, wurde zerschlagen. Die Europartner und der IWF greifen Zypern mit Finanzhilfen von insgesamt zehn Milliarden Euro unter die Arme. Die Zyprioten selbst müssen 13 Milliarden Euro beisteuern.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Die Stärke des Rubels ist nur eine Inszenierung: Verscherzt Putin es sich mit dem russischen Volk?

Russland macht die Welt glauben, dass niemand dem Rubel etwas anhaben kann. Doch in Wahrheit hält die russische Zentralbank den Kurs...

DWN
Finanzen
Finanzen Ackerland statt Aktien?

Auch Wein, Gemälde oder Devisen können Gewinne abwerfen. Im brandneuen DWN-Magazin "Alternative Investments: Ausweg aus dem Nullzins"...

DWN
Technologie
Technologie Schnelles Internet auf dem Mond geplant

Auf dem Mond soll es künftig ein Internet geben, das im Unterschied zum Netz auf der Erde flächendeckend sein soll.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Ukrainisches Militär räumt Rückschlag in wichtiger Stadt Lyman ein

Das ukrainische Militär hat einen Rückschlag im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Lyman im Donbass eingeräumt.

DWN
Deutschland
Deutschland Katholikentag 2022 fordert mehr Waffen für den Ukraine-Krieg

Zum Katholikentag 2022 kam nur ein Bruchteil der Teilnehmer. Die staatliche Förderung floss dennoch in gleicher Höhe. Wichtigste...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Fachkräftemangel wird sich auf Jahre weiter verschärfen

Schon jetzt fehlen der deutschen Wirtschaft Fachkräfte an allen Ecken und Enden. Und der Engpass wird sich in den kommenden Jahren noch...

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen hoher Inflation: Bürger verzichten auf teuren Spargel

Spargel gilt als Edelgemüse. Daher halten sich die Bürger vor dem Hintergrund hoher Inflation mit Käufen zurück. Dies bekommen die...