Finanzen

Russland kündigt Aufstockung der Gold- und Devisenreserven an

Lesezeit: 1 min
11.10.2015 10:54
Der Rubel hat sich in den vergangenen Monaten so stark erholt, dass die russische Zentralbank nun gegensteuern will. Sie spricht von Ankäufen von Gold und Devisen.
Russland kündigt Aufstockung der Gold- und Devisenreserven an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die russische Zentralbank plant offenbar den Kauf von Gold und ausländischen Devisen zum Aufbau ihrer Währungsreserven. "Wir werden sehen, was am Markt passiert", sagte Notenbankchefin Elvira Nabiullina am Wochenende beim Treffen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Lima, so Reuters. "Wenn die Schwankungen abnehmen, dann werden wir entsprechend die Lage sorgfältig auswerten und womöglich die Gold- und Devisenreserven wieder auffüllen." Derzeit belaufen sich die Währungsreserven auf rund 370 Milliarden Dollar. Früheren Äußerungen zufolge strebt Nabiullina ein Niveau von bis zu 500 Milliarden Dollar an.

Der russische Rubel hat in der abgelaufenen Handelswoche so kräftig zum Dollar aufgewertet wie noch nie in diesem Jahr. Das schürte Spekulationen, dass die Zentralbank die Gunst der Stunde nutzen und ausländische Währungen kaufen könnte. Sie musste in diesem Jahr mehrfach auf dem Devisenmarkt eingreifen und ausländische Währungen verkaufen, um den zeitweise stark gefallenen Rubelkurs zu stützen. Die EU und die USA haben wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt und den Zugang Russlands zu den internationalen Kapitalmärkten erschwert. Der Rubel geriet dadurch unter erheblichen Abwertungsdruck, zumal auch die Preise für Öl und Gas an den Weltmärkten sanken. Beide Rohstoffe sind russische Exportschlager.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Sanktionen hindern Russland, Anleihezinsen zu bezahlen - erste Gläubiger betroffen

Den Ausschluss Russlands aus westlichen Finanztransaktionssystemen bekommen die ersten Investoren zu spüren.

DWN
Deutschland
Deutschland Experte: Steigende Corona-Inzidenzen sind irrelevant

Die derzeit steigenden Infektionszahlen sieht ein Gesundheitsexperte gelassen. Minister Lauterbach warnt vor einer „Sommerwelle“.

DWN
Politik
Politik G7-Gipfel verhängt weitere Sanktionen gegen Russland - keine Einigung bei Öl und Gold

Unter der Leitung der US-Regierung wird das Sanktionsregime gegen Russland ausgeweitet. Auf wichtigen Feldern besteht aber weiterhin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das WEF als Selbstbedienungsladen: Die Nebengeschäfte des Klaus Schwab

DWN-Kolumnist Ernst Wolff zeigt auf: Der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, ist ein umtriebiger Geschäftsmann.

DWN
Finanzen
Finanzen Was können wir vom Schweizer Rentensystem lernen?

Für die deutsche Altersvorsorge sieht es düster aus. Das belegen Statistiken mittlerweile zu hunderten. Vielleicht hilft ein Blick zu...

DWN
Deutschland
Deutschland KREISS PRANGERT AN: Mehr als 400 Milliarden Euro wandern in die falschen Taschen

DWN-Autor Christian Kreiss stellt höhere Steuern und Enteignungen zur Diskussion.

DWN
Politik
Politik Mythos Europa: Was bleibt außer Überwachung, Bürokratie und dem digitalen Euro?

Prof. Dr. Werner Thiede setzt sich kritisch mit der Vorstellung auseinander, dass ein geeintes Europa die Lösung für alle Probleme sein...