Gemischtes

Software-Erneuerung reicht bei Millionen VW-Motoren nicht aus

Lesezeit: 1 min
22.10.2015 12:08
Die Rückrufaktionen für VW werden noch teurer als zunächst vermutet. Wie sich zeigt, genügt es bei Millionen Fahrzeugen nicht, einfach nur die Software zu aktualisieren. Hier bedarf es einer Erneuerung der Motortechnik.
Software-Erneuerung reicht bei Millionen VW-Motoren nicht aus

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Im Volkswagen-Abgasskandal muss der Konzern bei drei Millionen Motoren neben der Software auch die Motortechnik erneuern. Diese Zahl an 1,6-Liter-Motoren sei von dem Rückruf betroffen, sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Vorabbericht des „Handelsblatt“. VW hatte bereits erklärt, bei größeren und kleineren Motoren genüge ein Software-Update.

Bei den 1,6-Liter-Motoren müsse dagegen auch die Technik angepasst werden. Diese motortechnische Anpassung ist laut Volkswagen nicht vor September 2016 zu erwarten. Der Rückruf soll Anfang 2016 beginnen. Der Sprecher ergänzte, insgesamt seien in Europa acht Millionen Autos mit Euro-5-Motoren von dem Rückruf betroffen.

Auch frühe Versionen vom Nachfolger des VW-Skandalmotors EA189 sind möglicherweise von der Abgas-Affäre betroffen. Derzeit untersuche Volkswagen auch die anfängliche Variante des ab 2012 eingesetzten EA288 mit Euro-5-Norm, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag der Deutsche Presse-Agentur.

Erst am Mittwoch hatte Volkswagen europaweit den Verkauf von Neuwagen mit der Betrugssoftware gestoppt. „Wir haben als Konsequenz aus dem KBA-Beschluss den Verkauf von noch im Lager befindlichen Neufahrzeugen gestoppt“, sagte ein VW-Sprecher am Mittwoch in Wolfsburg. Der Konzern habe die Händler in einem Schreiben über den Schritt informiert. Es handele sich um eine begrenzte Zahl an Fahrzeugen. In einzelnen Ländern war der Verkauf von betroffenen Dieselautos bereits eingestellt worden. Es handelt sich um Diesel-Fahrzeuge mit Euro-5-Motor (EA 189), deren Abgaswerte manipuliert sind. Die Wagen würden nachgerüstet und sollten nach der Genehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verkauft werden, sagte der Sprecher.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Kalte Enteignung der Sparer geht in eine neue Runde

Die kalte Enteignung der Sparer ist in vollem Gange. Nichts deutet darauf hin, dass sich die Lage verbessert – ganz im Gegenteil.

DWN
Politik
Politik „Wir sind am Ende“: Unternehmen bereiten Verfassungsklage gegen das Infektionsschutzgesetz vor

Eine Gruppe von Händlern und Gastronomen will gegen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der Einführung einer...

DWN
Politik
Politik Unruhe in Peking: „Die USA wollen in China einen Umsturz herbeiführen“

Einem chinesischen Bericht zufolge planen die USA, auf dem chinesischen Festland eine Farbrevolution herbeizuführen. Es sei geplant, einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Milliarden-Verlust: Realzins pulverisiert deutsche Spareinlagen

Der Realzins dreht im ersten Quartal mit minus 1,25 Prozent wieder ins Negative. Das heißt, dass die Ersparnisse der Deutschen im 1....

DWN
Deutschland
Deutschland Das sind die umstrittenen Bestimmungen des Bundes-Lockdowns

Aus einer Aufstellung geht detailliert hervor, welche Folgen der Bundes-Lockdown für Unternehmer und Bürger haben wird.

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation voraus: Konsum-Rausch in den USA, Biden saniert damit geschickt den Staatshaushalt

Ökonomen zufolge hat das aktuelle US-Konjunkturpaket einen Konsumrausch ausgelöst, weil Schecks an die Bevölkerung verteilt wurden. Was...

DWN
Finanzen
Finanzen „Gold ist die Grundlage der Stabilität des internationalen Währungssystems“

Nach Angaben der europäischen Notenbanken ist Gold wichtig für die Stabilität des internationalen Währungssystems. Doch das Edelmetall...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft BlackRock und Corona-Krise: Zwischen Allmacht, Größenwahn und Profitgier

Der US-Vermögensverwalter BlackRock gehört zu den größten Profiteuren der Corona-Krise. Doch damit nicht genug. BlackRock wird auch im...