Gemischtes

Schwerpunkt Innovationen: Siemens stellt 400 neue Forscher ein

Lesezeit: 1 min
08.12.2015 10:40
Siemens will bis Ende September rund 300 Millionen Euro mehr für Innovationen ausgeben. Davon sollen allein in China 300 neue Forschungs-Stellen geschaffen werden. In Deutschland sind 100 neue Stellen vorgesehen.
Schwerpunkt Innovationen: Siemens stellt 400 neue Forscher ein

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Siemens stockt seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf. Der Technologiekonzern will im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September 4,8 Milliarden Euro für Innovationen ausgeben, rund 300 Millionen Euro mehr als zuletzt. Rund 400 neue Stellen in der Forschung sollen geschaffen werden, davon 300 in China und 100 in Deutschland, kündigte Vorstandschef Joe Kaeser am Dienstag in München an. Hinzu kommen bis zu 100 Millionen Euro für Mitarbeiterideen in den nächsten drei Jahren.

Vor allem im Geschäft mit Digitalisierung, Automatisierung und dezentraler Energietechnik will Kaeser die Konkurrenz mit Innovationen angreifen. „Innovation ist nie ein Selbstzweck, es ist ein Mittel der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Kaeser. „Unser Unternehmen braucht gute Ideen - und wir werden die Voraussetzungen schaffen, dass die Ideen unserer klugen Köpfe innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens auch schnell und unkompliziert umgesetzt werden können.“

Siemens wagt mit der neuerlichen Offensive einen neuen Anlauf, um sich wieder als einfallsreicher Ingenieurkonzern zu positionieren. Kaesers Vorgänger Peter Löscher hatte vor einigen Jahren bereits Milliarden in Forschung und Entwicklung gesteckt, sich letztlich aber angesichts des mäßigen Markterfolgs der Tüfteleien aus seinem Haus ernüchtert gezeigt. Zuletzt war Siemens auf einzelnen Technologiefeldern in Rückstand gegenüber Rivalen wie GE und ABB geraten. Insbesondere im Bereich der Stromerzeugungstechnik zogen die Konkurrenten an Siemens vorbei.

Im Geschäft mit Stromtrassen erzielten die Münchner indes einen Markterfolg, nachdem sie auf dem Gebiet in den vergangenen Jahren vor allem mit verpatzten Hochseeprojekten aufgefallen waren. Die Netzbetreiber Amprion und TransnetBW bestellten bei Siemens Technik für eine deutsche Gleichstromautobahn von der Küste nach Süden im Gesamtwert von 900 Millionen Euro. Die Order ist ein Achtungserfolg für Siemens, nachdem Energieversorger und Netzfirmen solche Gleichstromtrassen vor allem bei der Schweizer ABB in Auftrag gegeben hatten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Das Vertrauen in die Banken und die Politik schwindet zusehends. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, welche aufgrund der Covid-19...

DWN
Politik
DWN
Politik
Politik Still und leise: EU-Kommission beschließt wirtschaftsfeindliches Umwelt-Regelwerk - in Deutschland kriegt es keiner mit

In seinem großen Gastbeitrag für die DWN analysiert der Leiter der "Akademie Bergstraße", Henrik Paulitz, ein Ereignis, das von den...

DWN
Politik
Politik Neuer Brennpunkt im Nahen Osten: Wer steckt hinter der Palast-Intrige in Jordanien?

Jordanien galt als Stabilitätsanker im Nahen Osten. Doch jetzt könnte ein Umsturzversuch das Land entscheidend destabilisieren - und...

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Technologie
Technologie Neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Fangen E-Autos tatsächlich schneller an zu brennen?

Nicht wenige glauben, dass E-Autos schneller Feuer fangen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die TU Braunschweig hat dazu jetzt...

DWN
Finanzen
Finanzen Nie zuvor haben Investoren so viel Geld in ETFs investiert

Im ersten Quartal gab es Rekordzuflüsse von 359,2 Mrd. Dollar in börsengehandelte Fonds. Der historische Rekord ist eine Folge der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Regierung muss keine Geldgeschenke verteilen: Selbsterarbeiteter Wirtschaftsboom in China erreicht Verbraucher

Der starke Anstieg der Importe zeigt, dass der Wirtschaftsboom in China nun auch bei den Verbrauchern angekommen ist. Im Gegensatz zu den...

DWN
Technologie
Technologie Ein nationaler Stromausfall rückt immer näher: Deutschland schaufelt sich mit seiner radikalen Energie-Politik sein eigenes Grab

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert eine brisante Analyse der fehlenden Energiesicherheit unseres Landes.