Finanzen

Ölpreis-Verfall: Nigeria bittet Weltbank um Notfall-Kredite

Nigeria hat die Weltbank um einen Notkredit in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar gebeten. Nigeria ist Afrikas größte Volkswirtschaft und bestreitet einen Großteil seiner Einnahmen durch Ölverkäufe. Der Preis-Verfall trifft das Land hart.
01.02.2016 10:42
Lesezeit: 1 min

Nigeria hat die Weltbank und die Afrikanische Entwicklungsbank um Notkredite in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar gebeten, wie Financial Times schreibt. Das Geld soll nach Informationen der Publikation zur Abfederung eines Defizits von 15 Milliarden Dollar im nigerianischen Staatshaushalt herangezogen werden. Das ölreiche Land leidet wie andere Rohstoffexporteure unter den niedrigen Preisen für Erdöl auf den Weltmärkten. Auch Aserbaidschan führt derzeit Verhandlungen mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds um Stützungskredite in Milliardenhöhe.

Nigeria ist Afrikas größte Volkswirtschaft und bestreitet einen Großteil seiner Einnahmen durch Ölverkäufe. Für das laufende Jahr wird erwartet, dass die Erlöse aus dem Ölgeschäft nur noch rund ein Drittel der gesamten Einnahmen ausmachen werden, schreibt Financial Times. Bisher gingen staatliche Behörden außerdem von einem Haushaltsdefizit von 11 Prozent oder 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Neuere Schätzungen legen jedoch nahe, dass der Fehlbetrag auf 15 Prozent des Staatshaushalts angewachsen ist.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Geldanlage: Mit einem Fondsdepot mehr aus dem eigenen Geld machen

Wer vor zehn Jahren 50.000 Euro in den Weltaktienindex investiert hat, kann sich heute über mehr als 250.000 Euro freuen! Mit der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Strafzölle: Wie die deutsche Wirtschaftsleistung massiv bedroht wird
05.02.2025

US-Strafzölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China könnten gravierende Folgen für die deutsche Wirtschaft haben. Experten des...

DWN
Panorama
Panorama Russischer Geheimdienst hinter Auto-Sabotagen vermutet
05.02.2025

Eine Serie von Sabotageakten gegen Autos sorgt für Unruhe in Deutschland. Die Polizei vermutet dahinter einen russischen Geheimdienst, der...

DWN
Technologie
Technologie Shein und Temu im Visier der EU-Kommission
05.02.2025

Die EU-Kommission will gegen den massenhaften Import billiger Produkte von Plattformen wie Shein und Temu vorgehen. Im Fokus stehen...

DWN
Panorama
Panorama Elf Tote in Schweden: Was ist passiert?
05.02.2025

Nach einer Schießerei an einer Erwachsenenbildungseinrichtung in Schweden bleiben viele Fragen offen. Mindestens elf Menschen starben,...

DWN
Politik
Politik Mehrheit bei Migrationsvotum durch AfD: Für mehr als die Hälfte der Deutschen kein Problem
05.02.2025

Bei den Demonstrationen gegen Merz und die AfD war viel Empörung zu spüren. Doch diese Proteste spiegeln nur die Meinung einer – wenn...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rüstungskonzern KNDS übernimmt Alstom-Werk in Görlitz und sichert Arbeitsplätze
05.02.2025

Der Rüstungskonzern KNDS übernimmt das Alstom-Werk in Görlitz. In einer feierlichen Zeremonie unterzeichneten die Unternehmen eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Investments 2025: „Gold ist der beste Maßstab für den Wert von Bitcoin, den wir haben“
05.02.2025

Bitcoin-ETFs, politische Entscheidungen und die Goldkorrelation bestimmen die Spielregeln für Bitcoin 2025. Was das für Anleger bedeutet,...

DWN
Immobilien
Immobilien Mehr KfW-Fördermilliarden - auch durch Heizungsgesetz
05.02.2025

Bei der politisch umstrittenen Förderung klimafreundlicher Heizungen verzeichnet die staatliche KfW seit Jahresende 2024 einen merklichen...