Finanzen

Erholung an Asiens Börsen, Dax startet leicht im Plus

Lesezeit: 1 min
18.02.2016 09:22
An den asiatischen Börsenplätzen wurden am Donnerstag Gewinne verzeichnet. Einzig die Börsen in China gaben leicht nach. Der deutsche Leitindex Dax startete am frühen Morgen mit einem leichten Plus in den Handelstag.
Erholung an Asiens Börsen, Dax startet leicht im Plus
Der japanische Leitindex Nikkei in der 5-Tages-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Börse  
Erdöl  

Der erneute Anstieg des Ölpreises hat die Börsen in Fernost beflügelt. Die Aussicht auf eine Deckelung der Ölproduktion großer Förderländer ermutigte die Anleger am Donnerstag und schürte die Hoffnung auf eine weitere Erholung der Kurse. Grund war unter anderem die Erklärung des Iran, Pläne zur Stabilisierung des Ölpreises zu unterstützen. Auch positive Vorgaben von der Wall Street sorgten für gute Stimmung am Markt.

An der Tokioter Börse schloss der japanische Leitindex Nikkei trotz eines gemeldeten Einbruchs der japanischen Exportzahlen 2,3 Prozent stärker bei 16.196 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,7 Prozent. Auch in Hongkong, Seoul und Sydney wurden Gewinne verzeichnet. Von den führenden Handelsplätzen gab lediglich die chinesische Leitbörse in Shanghai leicht nach. Hier drückten Gewinnmitnahmen auf die Kurse.

Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich im asiatischen Handel zeitweise um bis zu knapp zwei Prozent auf 35,17 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 31,72 Dollar in der Spitze sogar 3,5 Prozent mehr. Analysten blieben aber skeptisch, ob sich die großen Förderländer tatsächlich auf ein Einfrieren der Produktion einigen können. Denn als Voraussetzung gilt, dass alle großen Förderer zustimmen. Der Iran erklärte, er unterstütze die Bemühungen. Allerdings kündigte die Regierung keine konkreten Maßnahmen an. Das Land darf erst seit Januar nach dem Ende der Atomstreit-Sanktionen wieder im großen Stil Öl ausführen.

Für Zuversicht an Asiens Börsen sorgte auch, dass die US-Unternehmen ihre Produktion zu Jahresbeginn mehr als doppelt so kräftig hochfuhren wie erwartet, wie aus Daten vom Mittwoch hervorging. Die schwachen Exportdaten in Japan seien durch den Ausverkauf zu Jahresbeginn bereits eingepreist gewesen. Die Ausfuhren sanken im Januar so stark ein wie zuletzt in der Finanzkrise 2009. Die schwächere Nachfrage aus China und anderen wichtigen Absatzmärkten habe zu einem Rückgang der Exporte auf Jahressicht um 12,9 Prozent geführt.

Auch der deutsche Aktienhandel startete mit Gewinnen. Der Dax lag am Morgen mit rund 0,3 Prozent bei etwa 9400 Punkten leicht im Plus. Nach Ansicht von Anlegern spielten auch hier Hoffnungen auf eine Begrenzung der globalen Fördermenge eine wichtige Rolle.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann beginnt der nächste Bullenmarkt beim Gold?

Trotz hohen Inflationsraten überall auf der Welt ist der Goldpreis in den letzten Wochen deutlich gefallen. Doch der nächste Bullenmarkt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kupfer: Rezessionsgefahr trübt die Aussichten, langfristig aber enormes Potential

Der Rohstoff-Experte der DWN, Markus Grüne, analysiert den Kupfermarkt.

DWN
Politik
Politik WEF-Treffen in Davos wirft Schatten voraus : Schweiz aktiviert Armee für Transport und Sicherheit der Gäste

Damit sich hunderte Politiker und Milliardäre in einem noblen Bergort vergnügen können, wird ein großer Aufwand betrieben.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Russland-Sanktionen sind für deutsche Unternehmen ein Rätsel

Deutschen Unternehmen fällt es schwer zu erkennen, welche Geschäfte unter die Russland-Sanktionen fallen, wie eine Umfrage von KPMG...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission will russisches Vermögen an Ukraine übergeben

Die EU-Kommission will beschlagnahmte russische Vermögenswerte an die Ukraine übergeben. Es brauche eine europaweite strafrechtlich...

DWN
Politik
Politik Nutzen nicht ersichtlich: Afrikaner verzichten auf Corona-Impfung

Die Corona-Impfstationen in Afrika stehen leer, Millionen unbenutzter Fläschchen stapeln sich. Die Menschen haben hier andere Sorgen, vor...

DWN
Politik
Politik Geopolitische Kehrtwende: US-Regierung nimmt Sanktionen gegen Venezuela zurück

US-Präsident Biden hat die unter Trump begonnene Druck-Kampagne gegen Venezuela abrupt beendet und eine erstaunliche Kehrtwende...