Finanzen

EZB will mehr als 1.000 neue Mitarbeiter für Bankenunion

Lesezeit: 1 min
13.12.2012 01:54
Die Europäische Zentralbank hofft auf eine Aufblähung ihres Apparats, falls es zu einer Bankenunion kommt. Die EZB würde dann zu einer gewaltigen Behörde.
EZB will mehr als 1.000 neue Mitarbeiter für Bankenunion

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Schon vor Monaten war klar: Die Europäische Zentralbank (EZB) wird zur Mammutbehörde (hier). Was damals noch bestritten wurde. nimmt jetzt Konturen an: Die EZB braucht mindestens 1.000 neue Mitarbeiter, um die Banken der Eurozone zu beaufsichtigen und zu regulieren, zitiert Bloomberg Kurt Pribil, den Vorstandsdirektor der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA). Die EZB müsse für die Bankenprüfungen genügend eigene Angestellte erhalten. Andernfalls sei sie auf die nationalen Behörden angewiesen und könne in den 17 Euro-Ländern nicht für eine einheitliche Regulierung sorgen, so Pribil. Schon heute arbeiten 10.000 Bankenaufseher in den verschiedenen Euro-Staaten (hier). Es ist fraglich, wie ausgerechnet die EZB mit ihren bisherigen Mitarbeiter auskommen soll, wenn sie eventuell sämtliche europäische Banken beaufsichtigen muss. Außerdem sei es „sehr, sehr wichtig, dass die EZB unbeschränkte Befugnisse erhält“, sagte Kurt Pribil.

Auf Banken mit Vermögenswerten von mehr als 30 Milliarden Euro könnte eine direkte Aufsicht durch die EZB zukommen, zitiert Bloomberg ein Dokument der zypriotischen EU-Präsidentschaft. Nur die kleineren Banken sollen vielleicht unter nationaler Kontrolle verbleiben, das will zumindest Deutschland. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte seinem französischen Amtskollegen bereits Paris als Standort der neuen Aufsichtsbehörde vorgeschlagen (mehr hier), in der Hoffnung, dafür im Gegenzug eigene Forderungen durchsetzen zu können.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Wendejahr 2020: China zieht erstmals die höchsten Direktinvestitionen an

Zum ersten Mal in der neueren Geschichte konnte China so viele ausländische Direktinvestitionen anziehen wie kein anderes Land der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB betritt gefährliches Neuland: Manipulation der Renditespannen

Die EZB eskaliert die Manipulation des Anleihemarktes. Mit verstärkten Wertpapierkäufen will sie die Renditen zwischen guten und...

DWN
Politik
Politik In Europas Metropolen beginnen Corona-Unruhen

In den Niederlanden, Dänemark und Spanien fanden am Wochenende gewaltsame Anti-Corona-Proteste statt. Besonders große Unruhen fanden in...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung erneut im Panikmodus: „Ausbreitung von gefährlichen Corona-Varianten“

Noch steht sie am Anfang - doch die Ausbreitung der hochansteckenden Corona-Varianten in Deutschland droht sich rasant zu beschleunigen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Konkurrenz zum Bargeld: EU-Pläne zu digitalem Euro werden konkret

Die EU-Kommission unterstützt die Pläne der Europäischen Zentralbank zur Einführung eines digitalen Euros. Wirtschaft und Finanzwesen...

DWN
Politik
Politik EU legt Sanktionspläne gegen Türkei auf Eis

Die geplanten neuen EU-Sanktionen gegen die Türkei werden zunächst nicht verhängt. Hintergrund sind die aktuellen Bemühungen um eine...

DWN
Politik
Politik Die Corona-Krise führt zum Zusammenbruch der Nationalstaaten

Die Corona-Maßnahmen haben die Staatsschulden der Nationen und die Schulden der Unternehmen in astronomische Höhen schnellen lassen. Die...

DWN
Politik
Politik Am 20. März 2021: Reichsbürger oder Provokateure planen neue Aktion vor dem Reichstag

Aus Social Media-Recherchen der DWN geht hervor, dass Reichsbürger oder Provokateure am 20. März 2021 zu einer neuen Kundgebung vor dem...

DWN
Deutschland
Deutschland Regierung: Bürger können bald Corona-Tests für zuhause kaufen

Die Deutschen sollen bald Zugang zu Heimtests bekommen. Das Bundesgesundheitsministerium plant eine entsprechende Änderung der...

DWN
Politik
Politik Italien: Die eigenen Abgeordneten rufen Premier Conte zum Rücktritt auf

Medienberichten zufolge könnte Ministerpräsident Conte bereits am Dienstag seinen Rücktritt einreichen, um in der Folge eine neue...

DWN
Politik
Politik Medienberichte: Frankreich droht ein dritter Lockdown

Präsident Emmanuel Macron könnte noch in dieser Woche landesweite Ausgangsbeschränkungen verkünden, berichten französische Medien....

DWN
Finanzen
Finanzen Ausgabe "grüner" Anleihen erreicht neues Rekordniveau

Grüne Anleihen sind gefragt wie nie. Nach der Rekordemission im letzten Jahr wird auch für 2021 ein neuer Rekord erwartet.

DWN
Politik
Politik US-Flugzeugträger sorgt für neue Spannungen mit China

China hat die Entsendung des US-Flugzeugträgers «USS Theodore Roosevelt» in das umstrittene Südchinesische Meer kritisiert. Doch auch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Darmstädter Ausstatter für Inspektions-Roboter bekommt millionenschwere Finanz-Spritze

Der Produzent für Robotersoftware aus Darmstadt, Energy Robotics, hat neue finanzielle Mittel in Millionen-Euro-Höhe bekommen. Das...