Politik

Syrien: US-Armee fordert von Kriegs-Parteien volle Konzentration auf den IS

Lesezeit: 1 min
30.08.2016 02:32
Die Türkei reagiert auf die internationalen Bedenken über den Militär-Einsatz in Syrien und stellt einen Abzug der Truppen aus der Kurden-Region nach einer gewissen Zeit in Aussicht. Die US-Armee ruft alle Akteure auf, sich auf den Kampf gegen die Terror-Miliz IS zu konzentrieren.
Syrien: US-Armee fordert von Kriegs-Parteien volle Konzentration auf den IS

Der türkische Vizepremier Numan Kurtulmus hat am Montag gesagt, dass das türkische Militär nicht in Syrien bleiben werde. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Operation „Schutzschild Euphrat“ werden die Truppen wieder abziehen, zitiert Ensonhaber.com den Vizepremier. Kurtulmus wörtlich: „Die betroffenen Seiten wurden zuvor alle über die Operation informiert. Dazu gehört auch die Regierung in Damaskus. Sie wurde über die russische Seite informiert. Wir möchten nicht auf unbegrenzte Zeit in Syrien bleiben. Die Türkei ist keine Besatzungsmacht und führt keinen Krieg, sondern geht gegen Elemente vor, die ihre Sicherheit bedrohen. Unser Ziel ist es, die Region von ISIS zu säubern und die Entstehung eines kurdischen Korridors entlang unserer Grenzen zu verhindern. Wenn ein kurdischer Korridor entstehen sollte, würde dies zwangsläufig zur Spaltung Syriens führen.“

Angesichts der aktuellen Gefechte zwischen dem türkischen Militär und den Kurden-Milizen der YPG in Nordsyrien sagte ein Sprecher des Zentralkommandos der USA (CENTCOM) den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die Vereinigten Staaten werden weiterhin eng mit unserem Nato-Verbündeten Türkei, mit der SDF und weiteren Koalitionspartnern zu Boden in Syrien zusammenarbeiten, um in den kommenden Tagen eine Konfliktentschärfung und ein einheitliches Vorgehen umzusetzen. Wir rufen alle bewaffneten Akteure auf, ihren Fokus auf ISIS zu halten, da die Organisation weiterhin eine gemeinsame tödliche Bedrohung ist.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Zuvor hatte US-Vizepräsident Joe Biden die Kurden-Milizen aufgefordert, sich östlich des Euphrats zu begeben. „Kein Korridor. Punkt. Kein separates [kurdisches] Gebilde an den Grenzen der Türkei“, zitiert ihn die Financial Times. Auch Verteidigungsminister Ash Carter und Pentagon-Sprecher Peter Cook forderten die Türkei auf, sich auf den Kampf gegen den IS zu konzentrieren. Kampfhandlungen gegen die YPG würden die militärische Lage komplizieren, sagte Carter laut Reuters im englischsprachigen Dienst.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Blamage für Brüssel: US-Finanzministerin wischt Öl-Embargo gegen Russland vom Tisch

US-Finanzministerin Janet Yellen hat den Embargo-Diskussionen der Europäer einen schmerzhaften Dämpfer verpasst.

DWN
Politik
Politik DWN AKTUELL: China hält Manöver vor Taiwan ab / USA bringen Flugzeugträger und Lenkwaffen-Schiffe in Stellung

Alle Augen sind derzeit auf die Ukraine gerichtet. Dabei spitzt sich die Lage in den Gewässern vor China gerade massiv zu.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Krise: Großinvestoren treten die Flucht ins Bargeld an

Große Fonds und Vermögensverwalter ziehen sich aus dem Aktienmarkt zurück und setzen zunehmend auf Cash.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Technologie
Technologie Liebherr entwickelt Roboter, der Maurer ersetzt

Der Baumaschinen-Produzent "Liebherr" entwickelt einen mobilen Roboter, der ein gesamtes Gebäude errichten kann.

DWN
Finanzen
Finanzen Dax deutlich im Minus: Anleger erwarten steigende Zinsen

Zins- und Rezessionsängste haben am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag für deutliche Verluste gesorgt.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland exportierte im letzten Jahr 300.000 Elektro-Pkw

Die Elektromobilität in Deutschland gewinnt an Schwung - auch dank Kaufprämie und Steuervorteilen. Die Exporte von Elektro-Pkw haben sich...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umsatz wächst und wächst: Lidl durchbricht Schallmauer

Der Discounter Lidl der Schwarz-Gruppe meldet verblüffende Zahlen.