Politik

Griechenland: Rücktritt des Finanzministers hatte politische Gründe

Lesezeit: 1 min
26.06.2012 00:30
Der griechische Finanzminister Vassilis Rapanos ist offenbar doch nicht nur aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Er soll die Pläne der Regierung abgelehnt haben, der Troika das Sparprogramm aufzukündigen.
Griechenland: Rücktritt des Finanzministers hatte politische Gründe

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Athen tobt offenbar hinter den Kulissen ein knallharter Machtkampf. Der Rücktritt des noch nicht einmal vereidigten Finanzministers Vassilis Rapanos soll einem Bericht der Zeitung Kathimerini zufolge doch aus politischen Gründen erfolgt sein. Der ehemalige Notenbanker soll sich entsetzt über die Idee von Ministerpräsident Samaras gezeigt haben, der Troika das Sparprogramm faktisch vor die Füsse zu werfen (hier). Rapanos soll darin ein großes Unglück für Griechenland sehen. Der ehemalige Notenbanker will sich an diesem Konzept nicht beteiligen - sein Schwächeanfall war demnach nur einer der Gründe, warum er die Regierung Samaras bereits vor ihrem Amtsbeginn in eine schwere Krise gestürzt hat.

Außerdem soll Rapanos erbost gewesen sein, als er erfahren hat, dass er sich seine Stellvertreter im Finanzministerium nicht selbst aussuchen kann; Rapanos wollte sich unabhängige Technokraten holen - und sah sich auf einmal treuen Parteigängern aus den alten Parteien gegenüber.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiewende sei Dank: Renaissance der Atomkraft und Uran

Die globale Energiewende wird eine Renaissance der Kernkraft auslösen und damit den Bedarf für den wichtigsten Brennstoff Uran deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues Zeitalter: Startschuss für den epochalen „Great Reset“ des Finanzsystems

Das internationale Finanzsystem, das durch billiges Geld der Zentralbanken überflutet wurde, steht vor dem Kollaps, weil es marode ist....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das sind die unbekannten Rohstoff-Giganten der Welt – Teil 1

Ein Großteil unseres Wohlstandes wird von einem Dutzend Unternehmen garantiert, deren Namen in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie sinnvoll ist es, in Platin oder Palladium zu investieren?

Platin und Palladium sind bei Anlegern weitaus weniger beliebt als Gold uns Silber. Die Investition ist riskanter und schwieriger.

DWN
Finanzen
Finanzen Ende der Online-Konferenz der Fed: Zusammenfassung der wichtigsten Beschlüsse

Die Online-Konferenz der Fed, die von den DWN verfolgt wurde, endete um 21:30 Uhr. Die wichtigsten Beschlüsse, die Fed-Chef Powell...

DWN
Deutschland
Deutschland Top-Ökonom: Bundesregierung unterschätzt Insolvenzrisiken durch Corona-Krise

Der Ökonom Marcel Fratzscher sagt, dass die Finanzhilfen für Unternehmen nicht ewig aufrechterhalten werden. Die Frage sei nicht ob,...

DWN
Finanzen
Finanzen Live-Ticker: Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen nach Fed-Entscheidung

Die Fed rechnet nun für dieses Jahr mit einer Inflationsrate von 3,4%, die über ihrer vorherigen Schätzung von 2,4% liegt.

DWN
Finanzen
Finanzen Aktuelle Stellungnahme der Fed ist nahezu dieselbe wie die Stellungnahme vom April 2021

Die Stellungnahme der Fed vom 16. Juni 2021 ist nahezu haargenau dieselbe Stellungnahme, die am 28. April 2021 veröffentlicht wurde.