Deutschland

Chaos bei Berggruen: Karstadt-Chef schmeißt hin

Lesezeit: 1 min
09.06.2013 02:48
Wegen Differenzen mit Karstadt-Retter Berggruen wird Vorstandschef Jennings den Konzern zum Ende des Jahres verlassen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, der die schwierige Sanierung fortführen soll.
Chaos bei Berggruen: Karstadt-Chef schmeißt hin

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Vorstandschef Andrew Jennings wirft beim Karstadt-Konzern offenbar das Handtuch. Eigentümer Nicolas Berggruen sucht einen neuen Vorstandschef für den kriselnden Warenhaus-Konzern. Der Streit mit den Gewerkschaften hält an.

Der Brite Andrew Jennings wolle seinen Ende 2013 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Er werde aber solange bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Grund für die Trennung sind Differenzen über die Strategie zur Rettung des Konzerns. Jennings soll kritisiert haben, dass sich Berggruen nach wie vor weigert, eigenes Geld in das schwer angeschlagene Unternehmen zu stecken.

Berggruen hatte die Kaufhauskette im Jahr 2010 gerettet. Zum 1. Januar 2011 holte er Jennings als Vorstandsvorsitzenden nach Essen. Doch die Sanierung stellt sich schwierig dar. Der Umsatz ist seit Oktober um 10 Prozent zurückgegangen (mehr hier).

Im Mai war Karstadt aus der Tarifbindung für den Einzelhandel ausgestiegen. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte dies heftig und sagte, die Belegschaft dürfe nicht für Fehler des Managements in Haftung genommen werden.

Berggruen sagte: „Die Verdi-Funktionäre kämpfen gerade bei Karstadt nur um ihre eigene Macht als Gewerkschaft auf Kosten der Belegschaft.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bloß raus aus Russland: Rückzug westlicher Firmen wird zum Eigentor

Als der Ukraine-Krieg begann, wurden westliche Unternehmen zum Rückzug aus Russland gedrängt. Dieser ist zwar schnell verkündet. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Riskante Wette: US-Pensionsfonds setzen verstärkt auf Hebelwirkung

Die staatlichen Pensionsfonds in den USA investieren massiv mit geliehenem Geld. Dies soll die Renditen steigern und die großen...

DWN
Politik
Politik Angriffsdrohungen und ein mysteriöser Brief: Lukaschenko und der Krieg

Der weißrussische Machthaber gilt zwar als Unterstützer Putins, hielt sich bislang aber aus dem Ukraine-Krieg raus. Dann kamen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie eine Familienstiftung vor staatlicher Enteignung schützt

Parteien und Gewerkschafter fordern immer wieder eine Vermögensabgabe. Wer sich davor schützen möchte, dem raten Experten zu einer...

DWN
Deutschland
Deutschland Energieriese soll mit Steuergeld gerettet werden

Erst die Banken, dann die Fluglinien und jetzt die Energieriesen. Erneut bittet eine Branche darum, mit Steuergeldern gerettet zu werden....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Also doch: Fusion zwischen deutschen Hafenbetreibern ist geplatzt

Die seit September 2017 andauernden Gespräche über eine Fusion der zwei Hafen-Logistik-Unternehmen HHLA und Eurogate wurden jetzt...

DWN
Deutschland
Deutschland DWN: In eigener Sache

Die Geschäfsführung der DWN über die Neubesetzung der Chefredaktion.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Historisches Handelsdefizit: „Rohstoff-Zeitalter“ bedroht Deutschlands Wohlstand

Der „Exportweltmeister“ Deutschland erzielt ein historisches Defizit - ein Fingerzeig, wohin die Reise im nun angebrochenen...