Slowenische Regierung lehnt Bailout für Banken ab

Die slowenische Premierministerin und der Finanzminister des Landes sehen keine großen Probleme im nationalen Bankensektor. Zwar werde bereits mit der Zentralbank des Landes über die Konsequenzen eines Bailouts diskutiert. Aber dies heiße nicht, dass Slowenien Rettungsgelder benötige.

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In Slowenien hat man bereits damit begonnen, die Auswirkungen eines möglichen Bailouts zu erörtern. Die slowenische Premierministerin, Alenka Bratusek, hat sich mit Zentralbank des Landes beraten.

Der nationale Bankensektor ist das große Problem Sloweniens. Dieser ist massiv angeschlagen und leidet auch unter dem Rückzug der österreichischen Banken. Lokale Medien berufen sich dabei auf angebliche Angaben der Zentralbank des Landes. So sollen die faulen Kredite der Banken mittlerweile einen Wert von 7,5 Milliarden Euro erreicht haben. Das würde etwa 21 Prozent des BIPs Sloweniens ausmachen.

Sloweniens Premierministerin betont jedoch, dass es sich bei der Zahl 7,5 Milliarden Euro um reine Spekulation handele. Zudem brauche man kein Geld von den internationalen Gläubigern. „Wir reden mit der Bank von Slowenien über die Möglichkeit eines Banken-Bailouts und was dies bedeuten würde“, sagte Bratusek auf einer Pressekonferenz. „Aber besteht keine Notwendigkeit, aufgrund dessen darüber zu spekulieren, ob Slowenien Hilfe benötigt“, zitiert Reuters Bratusek.

Sobald die Ergebnisse der Stresstests vorliegen, werde man über die nächsten Schritte entscheiden. Kurzfristig hatte die slowenische Zentralbank die Stresstests auf zehn Banken ausgeweitet. Diese vertreten immerhin 75 Prozent des nationalen Bankensektors. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden für November erwartet.

Auch der Finanzminister Sloweniens sieht keinen Anlass für ein Bailout. Im April müssten auslaufende Anleihen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro refinanziert werden. Diese Finanzierung sei jedoch gesichert, sagte Uros Cufer in einem Gespräch mit dem WSJ.

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