Politik

Eklat: Katalanen boykottieren Weihnachts-Rede des spanischen Königs

Lesezeit: 1 min
25.12.2013 10:36
Die Weihnachtsansprache des spanischen Königs Juan Carlos ist zum ersten Mal nicht im katalanischen Staatsfernsehen ausgestrahlt worden. Die Mitarbeiter des Senders wollen mit ihrem Protest gegen die Sparmaßnahmen Ausdruck verleihen. Katalonien strebt nach Unabhängigkeit.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Spanien ist es anlässlich der traditionellen Weihnachtsansprache des Königs zu einem Eklat gekommen. Das staatliche Fernsehen in Katalonien strahlte erstmals in der 30-jährigen Geschichte des Senders nicht die Rede von Juan Carlos aus. Das schürt Sorgen vor noch stärkeren separatistischen Tendenzen in der Region.

Mitarbeiter des Senders legten während der Ansprache am Dienstagabend kurzzeitig die Arbeit nieder. Damit wollten sie gegen Einsparungen protestieren. Der König beschwor in seiner Rede die Einheit des Landes.

Die Region im Nordosten des Landes steht für ein Fünftel der Wirtschaftskraft des krisengeplagten Spaniens. Katalonien hat 7,6 Millionen Einwohner und eine eigene Sprache. Dort gibt es Bestrebungen, eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit vom Rest des Landes abzuhalten. Immer wieder kritisieren Katalanen die Regierung in Madrid wegen Einsparungen bei öffentlichen Einrichtungen sowie der Verteilung von Steuergeldern.

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Austritt Deutschlands: Ist „Dexit“ der Weg in die Katastrophe?
23.05.2024

Seit dem Brexit-Referendum wird in Deutschland immer wieder über einen möglichen EU-Austritt, den „Dexit“, diskutiert. Eine aktuelle...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Grenzziehung: Russlands Planspiele sorgen für Besorgnis bei Nachbarn
22.05.2024

Ein russisches Gesetzesprojekt zur Neubestimmung der Ostsee-Grenzen sorgt für Aufregung bei Nachbarländern. Litauen spricht von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
22.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Konjunkturaussichten hellen sich langsam auf
22.05.2024

Die deutsche Wirtschaft scheint das Gröbste überstanden zu haben. Nach einem leichten Wachstum zu Jahresbeginn dürfte die Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lehrerverband will Islamunterricht: Lösung für bessere Integration oder Anbiederung?
22.05.2024

Gut 1,6 Millionen Schüler moslemischen Glaubens besuchen mittlerweile Deutschlands Schulen. Für sie wünscht sich der Präsident des...

DWN
Immobilien
Immobilien Bessere Laune im Bausektor, aber Auftragsmangel immer noch zentrales Problem
22.05.2024

Auf dem ZIA-Finance Day letzte Woche ging es - unter anderen Schlüsselthemen - um die sich stabilisierende makroökonomische Lage in...

DWN
Finanzen
Finanzen Der DWN-Marktreport: Börsen im Rally-Modus – Aktienmärkte erreichen Allzeithochs, Metalle glänzen
22.05.2024

Die vergangene Woche konnte sich sehen lassen: Die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte warteten mit beeindruckenden Preisbewegungen...

DWN
Politik
Politik Erleichterungen für Hausarztpraxen im Fokus
22.05.2024

Das Bundeskabinett befasst sich mit einer stärkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten - besonders in...