Blockupy will neuen EZB-Tower in Frankfurt mit Massen-Demo blockieren

Angeführt von Ulrich Wilken, Abgeordneter der Linken und Vizepräsident des hessischen Landtags, will die Blockupy-Bewegung am Mittwoch den EZB-Angestellten den Zutritt zu ihrem Arbeitsplatz verwehren. Die EZB als Mitglied der Troika sei undemokratisch und treibe die Regierungen vor sich her. In Griechenland wird die geplante Aktion mit besonderem Interesse verfolgt.

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Die Blockupy-Bewegung will am Mittwoch die neue EZB-Zentrale blockieren. Ulrich Wilken, Abgeordneter der Linken und Vizepräsident des hessischen Landtags, hat die Demonstration angemeldet und sagte dem Hessischen Rundfunk, dass am Mittwoch „viele SpaziergängerInnen unterwegs“ sein werden, weshalb es für die Mitarbeiter der EZb schwierig werden könnte, an ihren neuen Arbeitsplatz zu gelangen. Das neue Gebäude ist wegen seiner gigantischen Kosten seit Anbeginn in der Kritik. Der Bau hat 1,3 Milliarden Euro gekostet, das Geld kommt von den Steuerzahlern der Euro-Länder. Wilken befindet sich nach eigener Aussage in einem konstruktiven Dialog mit der Polizei, um gewalttätige Ausschreitungen zu verhindern. Er räumt ein, dass die Blockade scheitern könnte, weil die Polizei das Gelände unter Umständen weiträumig absperren wird.

In Griechenland wird die Aktion mit großem Interesse verfolgt: Die Syriza-Regierung kämpft seit ihrem Amtsantritt gegen die Troika. Premier Alexis Tsipras hatte mehrfach gesagt, dass der Kampf der Griechen gegen die Troika auch im Interesse Europas sei. Wilken sagte der Zeitung Kathimerini, dass die Troika undemokratisch sei und die gewählten Regierungen der Staaten mit immer neuen Forderungen vor sich hertreibe. Dies habe man im Verhalten der Troika gegenüber Griechenland nach der Wahl gesehen, als die Finanzierungsmöglichkeiten für Athen drastisch eingeschränkt worden seien. Daher müsse man gegen die EZB ein Zeichen setzen, denn: „Diese Politik betrieben die Mitarbeiter der EZB von ihren schönen Büros in Frankfurt aus.“ Die EZB stürze mit der Troika-Politik viele Menschen in die Armut.

Die Veranstalter erwarten 3.000 Demonstranten aus dem Ausland und etwa 7.000 Teilnehmer aus Deutschland.

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