Technologie

Dollar-Knopf: Facebook führt Bezahlfunktion ein

Lesezeit: 1 min
19.03.2015 11:52
Nutzer von Facebook können beim chatten in dem sozialen Netzwerk künftig auch Geld verschicken. Ein Dollar-Knopf ermöglicht Überweisungen per Mausklick. Facebook zieht damit mit den Konkurrenten Google und Apple gleich, die ebenfalls Bezahldienste eingeführt haben.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Facebook gibt US-Nutzern seines Kurzmitteilungsdienstes Messenger die Möglichkeit, einander kostenlos Geld zu überweisen. Der Service solle in den kommenden Monaten an den Start gehen, erklärte das weltgrößte Online-Netzwerk. Facebook kooperiert dabei mit Visa und Mastercard. Allerdings können die Facebook-Anwender keine Kreditkarten mit ihrem Konto verknüpfen, sondern nur Debitkarten, bei denen das Girokonto bei Transaktionen ohne Zeitverzögerung belastet wird.

Facebook zieht damit den Konkurrenten Google und Apple nach, die ihrerseits bereits im vergangenen Jahr mit digitalen Angeboten in den Markt für mobiles Bezahlen einstiegen. Durch Apple-Pay, Google-Wallet und Facebooks Chat-Überweisung könnte die traditionelle Bank in naher Zukunft zu einem ein Auslaufmodell werden. Noch ist zwar die Registrierung einer EC-Karte notwendig, die Online-Dienste ermöglichen jedoch direktes Bezahlen von einem zum anderen Nutzer, ohne den Umweg über ein Geldinstitut oder den Gang in eine Filiale.

Peer-to-Peer-Bezahlfunktionen im Messenger waren bereits erwartet worden, da für den Messenger der frühere Chef des Online-Bezahldienstes PayPal, David Marcus, verantwortlich ist. PayPal hatte eine solche Funktion in seiner App im vergangenen Sommer gestartet, kurz nach dem Wechsel von Marcus zu Facebook. Auch Twitter arbeitet an einer solchen Funktion.

Die Financial Times berichtet, dass Facebook Partnerschaften mit mindestens drei Londoner Start-ups für Auslandsüberweisungen verhandele, die sich durch Facebooks großes internationales Publikum einen enormen Markt eröffnen. Zudem könnten alle facebook-Funktionen mittelfristig auch auf den Messenger-Dienst Whatsapp übertragen werden, den Facebook kürzlich für 22 Milliarden Dollar aufkaufte.

Facebook hat bereits eine Reihe von Geldtransfer-Lizenzen in den USA und stellte in Irland einen Antrag auf Anerkennung als  „E-Money-Institution“.

Der Messenger hat weltweit mehr als 500 Millionen Nutzer. Auf mobilen Geräten hatte Facebook die Kurzmitteilungs-Funktion aus seiner Haupt-App ausgelagert und die Nutzer in eine eigene App dafür gezwungen. Das solle auch eine schnellere Einführung neuer Funktionen ermöglichen, hieß es damals. Insgesamt hat Facebook fast 1,4 Milliarden aktive Mitglieder.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Habecks Asienreise: Strategische Bedeutung und Herausforderungen in Südkorea und China
21.06.2024

Die Besuche des Bundeswirtschaftsministers Robert Habecks in Südkorea und China zielen darauf ab, die Handelsbeziehungen zu stärken und...

DWN
Politik
Politik Ungarischer Regierungschef Viktor Orbán über neue EU-Führung: „Koalition für Krieg und Migration“
21.06.2024

Manfred Weber (EVP-CSU) ist für ihn ein „Beelzebub“, Ursula von der Leyen ihm gegenüber nur eine „kleine Ministrantin“. Auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VARTA kappt Umsatzziel: Aktie sackt ab! Gehen die Lichter bald aus?
21.06.2024

„Hundertprozentige Verlässlichkeit ist für VARTA die Basis jedes Handelns – ob in Produkten, Prozessen oder Beziehungen.“ Dieser...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wenn China angreift - Menschen in Taiwan bereiten sich auf Tag X vor
21.06.2024

Seit siebzig Jahren schwelt der Konflikt zwischen China und Taiwan. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage jedoch zugespitzt. Wann...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Diversität am Arbeitsplatz: Wie mehr Vielfalt in deutschen Unternehmen gelingen kann
21.06.2024

Der „Pride Month“ Juni steht ganz im Zeichen der Regenbogenfarben und der Fußball-Europameisterschaft. Die LGBTQ+-Community feiert...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DWN-Interview mit Samira Charkauoi: Mobbing am Arbeitsplatz – Prävention und Unterstützung für Führungskräfte
21.06.2024

Durch Mobbing am Arbeitsplatz könnten Milliardenverluste für Unternehmen entstehen. Die DWN sprachen mit Samira Charkauoi, Gründerin vom...

DWN
Politik
Politik Formierung des Globalen Südens: Putin sucht neue Partner in Nordkorea und Vietnam
21.06.2024

Inmitten wachsender Spannungen mit den USA haben Russland und Nordkorea ein Abkommen über gegenseitigen militärischen Beistand...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ukraine-Effekt: Rheinmetall bekommt Rekordauftrag von der Bundeswehr
20.06.2024

Rheinmetall stellt Panzer, Geschütze und Militär-Lkw her. Vor allem die Nachfrage nach Artilleriemunition zog seit Beginn des...