Deutschland

Kita-Streit: Arbeitgeber lehnen Zugeständnisse ab

Lesezeit: 1 min
10.08.2015 14:31
Die Arbeitgeber wollen im Tarifstreit mit den Erziehern in Kindertagesstätten keine weiteren Zugeständnisse machen. Sie verweisen dabei auf die schlechte Finanzlage der Kommunen. Einen Schlichterspruch über 2 bis 4 Prozent mehr Gehalt hatten die Gewerkschaften zuvor als zu niedrig abgelehnt und mit weiteren Streiks gedroht.

Nach der Ablehnung des Schlichterspruchs im Kita-Tarifstreit durch die Gewerkschaften geben sich die Arbeitgeber hart und wollen keine weiteren Zugeständnisse machen. „Ich sehe keine Luft nach oben“, sagte der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, der Passauer Neuen Presse. „Es war auch für die Arbeitgeber nicht leicht, Akzeptanz für den Schlichterspruch zu finden. Das Ergebnis war nicht einstimmig“, erläuterte er. Der Verband habe auch Austritte von Gemeinden zu verzeichnen gehabt, denen der Schlichterspruch bereits zu teuer war.

„Wie man es auch dreht und wendet: Die Kassenlage ist schlecht. Die Kommunen sind an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gegangen, auch wenn einzelne den Abschluss sicherlich finanzieren könnten“, sagte Böhle.

Bei einer Abstimmung der beteiligten Gewerkschaften hatten sich deren Mitglieder aus dem Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes mit deutlicher Mehrheit gegen den Schlichterspruch von Ende Juni ausgesprochen. Dieser sieht Gehaltserhöhungen zwischen 2 und 4,5 Prozent vor. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, erklärte daraufhin am Samstag die Schlichtung für die insgesamt rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter für gescheitert. Er fügte hinzu: „Der Streik wird fortgesetzt“ - falls die Arbeitgeber nicht kräftig nachlegen.

Zum Verhalten der Gewerkschaften sagte Böhle: „Hier wird absurdes Theater aufgeführt.“

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmensnachfolge: Mittelstand in Not
12.06.2024

Keine Nachfolge im Betrieb: Damit stehen viele mittelständische Unternehmen in der nahen Zukunft vor dem Aus. Ein Viertel der Betriebe...

DWN
Finanzen
Finanzen Spesensätze 2024: Aktuelle Werte für Deutschland und Ausland
12.06.2024

Im Sommer 2024, wie in den Sommern zuvor, sind Dienstreisen auf ihrem Höhepunkt. Für alle, die beruflich viel unterwegs sind, sind Spesen...

DWN
Politik
Politik Milliardenfalle Bürgergeld: Staatsausgaben explodieren
12.06.2024

Das Bürgergeld wird für den Steuerzahler immer teurer: Die Zahl der Bürgergeldempfänger ist wieder angestiegen und damit auch die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft E-Autos aus China: EU-Kommission droht hohe Strafzölle an
12.06.2024

Preis- und Handelsstreit: Der Kampf um Absatzmärkte für E-Autos eskaliert weiter. Nach den USA könnte jetzt auch die EU Strafzölle auf...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Mehrfamilienhausbesitzer, WEGs & Unternehmer aufgepasst: Jetzt Zuschüsse für den Heizungsaustausch sichern!
12.06.2024

Profitieren Sie von den erweiterten Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)! Eigentümer von Mehrfamilienhäusern,...

DWN
Politik
Politik Europäische Union: EU-Kommission legt umfassenden Plan zur Umsetzung der Asylreform vor
12.06.2024

Die EU-Kommission hat einen Umsetzungsplan für die Asylreform vorgelegt. Jetzt sind die Mitgliedstaaten gefragt: Sie müssen ebenfalls...

DWN
Panorama
Panorama Nahost-Konflikt: Hisbollah-Kommandeur im Libanon getötet - 200 Raketen auf Israel
12.06.2024

Der brandgefährliche Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah eskaliert weiter. Nach dem tödlichen Luftangriff Israels auf einen...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Wiederaufbaukonferenz: Schulze will Städtepartnerschaften mit der Ukraine ankurbeln
12.06.2024

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat für den Wiederaufbau der Ukraine neue Finanzierungswege über den Bundeshaushalt hinaus...