Eurowings kämpft gegen Verspätungen auf der Langstrecke

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09.03.2016 13:31
Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat angekündigt, in diesem Jahr rund 700 neue Mitarbeiter einzustellen. Vor allem suche man nach Flugbegleitern und Piloten am Standort Düsseldorf entstehen. Allerdings verlangsamt die Billigfluglinie nach massiven Verspätungen auf Langstreckenverbindungen den Ausbau der Flotte.
Eurowings kämpft gegen Verspätungen auf der Langstrecke

Die Lufthansa-Billigflugtochter Eurowings will in diesem Jahr rund 700 Mitarbeiter einstellen. Es sollen vor allem Flugbegleiter und Piloten sein, sagte Lufthansa-Vorstand und Eurowings-Chef Karl Ulrich Garnadt am Mittwoch auf der Reisemesse ITB in Berlin. Ein größerer Teil von ihnen werde am Standort Düsseldorf eingesetzt werden.

Garnadt bekräftigte das Ziel, Eurowings „in ein paar Jahren“ zum drittgrößten Billigfluganbieter in Europa hinter Ryanair und Easyjet zu machen. Nach „holprigen Anfängen“ laufe der Flugbetrieb auf der Langstrecke mit Zielen in Thailand und der Dominikanische Republik inzwischen reibungslos.

„Die Flieger sind rappelvoll“, die Auslastung liege bei „weit mehr als 90 Prozent“, sagte Garnadt.

Allerdings stellt Eurowings nach massiven Verspätungen auf Langstreckenverbindungen den Ausbau der Flotte hinten an. Zwar sei nach wie vor geplant, die Flotte bis zum nächsten Frühjahr auf sieben Flugzeuge von zwei zu erweitern, sagte Garnadt. „Die Diskussion über die Erweiterung darüber hinaus werden wir führen, wenn der aktuelle Flugbetrieb stabil läuft.“ Eurowings setze auf gemietete Airbus -Jets vom Typ A330. „Wir können die Entscheidung für den Ausbau mit 12 Monaten Vorlauf treffen.“

Eurowings kämpft bei Verbindungen nach Übersee seit dem Erstflug im November mit Verspätungen: Eine Maschine aus der Karibik kam 68 Stunden später als geplant in Köln an. Für die Lufthansa ist solch ein Fehlstart bitter, da die Eurowings-Flüge in alle Welt eines der Vorzeigeprojekte von Konzernchef Carsten Spohr sind. Der für das Vorhaben seit dem Jahreswechsel zuständige frühere Lufthansa-Cargo-Chef Garnadt verwies auf die mangelnde technische Infrastruktur in Kuba, wegen der ein Ersatzteil erst mit großer Verzögerung angeliefert werden konnte. Zudem ist die Eurowings-Langstreckenflotte mit zwei Airbus A330-Maschinen vergleichsweise klein - Ersatzflugzeuge standen bislang nicht bereit.

Eurowings will das Problem selbst in den Griff bekommen, wenn in zwei Monaten zwei weitere Jets des gleichen Typs in den Hangar rollen. Gleichzeitig hilft die Konzernmutter Lufthansa aus und übernimmt für Eurowings vorerst die Flüge von Köln nach Dubai. Bis nächstes Jahr sollen insgesamt sieben A330 für den Condor -Rivalen fliegen - eine weitere Maschine ist an den Reisekonzern TUI vermietet. Unter der Marke Eurowings betreibt die Lufthansa nicht nur Langstreckenflüge, sondern auch eine neue Billigfluglinie in Europa.


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