Politik

Zweitausend Flüchtlinge überschreiten Grenze und marschieren Richtung Norden

Lesezeit: 1 min
14.03.2016 17:14
Tausende Flüchtlinge haben sich vom griechischen Idomeni auf den Weg nach Mazedonien gemacht. Die griechische Polizei ist machtlos und kann die Flüchtlinge nicht mehr aufhalten. Nach Angaben der mazedonischen Polizei sollen die Menschen zurückgebracht werden.
Zweitausend Flüchtlinge überschreiten Grenze und marschieren Richtung Norden

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Etwa 2.000 Migranten aus einem Notlager in Griechenland haben am Montag die Grenze nach Mazedonien überquert. Nach einem mehrstündigen Fußmarsch gelangten die Menschen auf mazedonisches Gebiet, wie ein Reuters-Fotograf berichtete. Einige der Migranten wurden von Soldaten zu Militär-Fahrzeugen geleitet. Nach Angaben der mazedonischen Polizei sollen die Menschen zurückgebracht werden.

Die Flüchtlingsgruppe, die auf ihrem Marsch über Hügel und Felder auch einen Grenzfluss überquerte, wurde von griechischen Polizisten nicht aufgehalten. Im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter dokumentierten Unterstützer unter dem Hashtag #Marchofhope (Marsch der Hoffnung) den Weg der Flüchtlinge durch das Grenzgebiet.

Zu sehen waren unter anderem Fotos der Flüchtlinge, denen das Flusswasser bis zu den Waden reichte. Eltern trugen ihre Kinder auf den Schultern. Die Flüchtlinge hatten auch ihre verbliebenen Habseligkeiten mit auf den Marsch genommen.

Sie hatten das provisorische Flüchtlingslager nahe dem griechischen Ort Idomeni verlassen, wo mindestens 12.000 Menschen festsitzen. Nach einem längeren Fußmarsch durchquerten die Migranten noch auf griechischer Seite einen Fluss, um eine Lücke in den mit Stacheldraht gesicherten Grenzanlagen zu finden.

Nach der Schließung der Balkanroute sind Tausende Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, in dem überfüllten Notlager Idomeni gestrandet. Sie kampieren dort seit Tagen bei Regen und Kälte in Zelten und hoffen, doch noch nach Norden weiterziehen zu können.

Die Flüchtlingskrise dürfte auch zentrales Thema beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag sein. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen nach der Schließung der Balkanroute einem Entwurf zufolge alternative Wege von illegal einreisenden Migranten nach Europa verhindern.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Kalte Enteignung der Sparer geht in eine neue Runde

Die kalte Enteignung der Sparer ist in vollem Gange. Nichts deutet darauf hin, dass sich die Lage verbessert – ganz im Gegenteil.

DWN
Politik
Politik „Wir sind am Ende“: Unternehmen bereiten Verfassungsklage gegen das Infektionsschutzgesetz vor

Eine Gruppe von Händlern und Gastronomen will gegen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der Einführung einer...

DWN
Politik
Politik Unruhe in Peking: „Die USA wollen in China einen Umsturz herbeiführen“

Einem chinesischen Bericht zufolge planen die USA, auf dem chinesischen Festland eine Farbrevolution herbeizuführen. Es sei geplant, einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Milliarden-Verlust: Realzins pulverisiert deutsche Spareinlagen

Der Realzins dreht im ersten Quartal mit minus 1,25 Prozent wieder ins Negative. Das heißt, dass die Ersparnisse der Deutschen im 1....

DWN
Deutschland
Deutschland Das sind die umstrittenen Bestimmungen des Bundes-Lockdowns

Aus einer Aufstellung geht detailliert hervor, welche Folgen der Bundes-Lockdown für Unternehmer und Bürger haben wird.

DWN
Finanzen
Finanzen Inflation voraus: Konsum-Rausch in den USA, Biden saniert damit geschickt den Staatshaushalt

Ökonomen zufolge hat das aktuelle US-Konjunkturpaket einen Konsumrausch ausgelöst, weil Schecks an die Bevölkerung verteilt wurden. Was...

DWN
Finanzen
Finanzen „Gold ist die Grundlage der Stabilität des internationalen Währungssystems“

Nach Angaben der europäischen Notenbanken ist Gold wichtig für die Stabilität des internationalen Währungssystems. Doch das Edelmetall...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft BlackRock und Corona-Krise: Zwischen Allmacht, Größenwahn und Profitgier

Der US-Vermögensverwalter BlackRock gehört zu den größten Profiteuren der Corona-Krise. Doch damit nicht genug. BlackRock wird auch im...