Technologie

Deutsche Post will Pakete per Roboter zustellen

Roboter sollen künftig den Postboten beim Austragen von Paketen helfen. Die Maschinen sollen etwa mit schweren Paketen hinter den Austrägern herrollen. Mit dem Online-Handel wächst neben der Paketflut auch die Konkurrenz unter den Logistikern.
07.04.2016 17:52
Lesezeit: 1 min

Zusteller der Deutschen Post sollen in Zukunft Hilfe von Robotern beim Austragen von Briefen und Paketen bekommen. „Roboter können mittelfristig in der Zustellung zum Einsatz kommen, das heißt in drei bis fünf Jahren“, sagte der Innovationschef der Paket- und Briesparte der Post, Clemens Beckmann, der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Technik ist da.“ Die Roboter sollen automatisch hinter den Austrägern herrollen und ihnen den Transport und die Zustellung schwerer Pakete erleichtern. Denn die Paketflut - ausgelöst durch steigende Bestellungen bei Online-Händlern wie Amazon oder Zalando - stellt auch die Zusteller vor neue Herausforderungen.

Aber der Konzern will bei Robotern zur Unterstützung bei Paketlieferungen nicht halt machen: Vorstellbar sei auch eine „mobile Packstation“, sagte Beckmann. Solche Roboter könnten in Zukunft die Wohnviertel ohne menschliche Begleitung ansteuern und Pakete von den Verbrauchern entgegennehmen. Doch dies ist noch Zukunftsmusik - unter anderem müssen vor einem Einsatz autonomes Fahren und die deutsche Straßenverkehrsordnung in Einklang gebracht werden.

In ihren Lagern erprobt die Post bereits den Einsatz von Robotern. Dort würden etwa mobile Regale getestet, sagte der Leiter Innovation und Strategie bei DHL, Matthias Heutger. Auch der Einsatz von Drohnen werde in großen Lagerhallen in China untersucht, diese sollen dort etwa bei Inventuren helfen. Flugkörper könnten auch über wertvolle Güter wachen. Denkbar seien viele Einsatzfelder: „Aber die Technik muss angepasst werden und für unsere spezifischen Anforderungen einsetzbar sein.“ Schon vor längerem testete die Post sogenannte Paketkopter n Bayern - dort fliegen sie zwischen der Gemeinde Reit im Winkl und einer Alm. Auch Amazon, der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart und Google setzen auf Drohnen als Liefermittel der Zukunft.

Der Konzern sei überzeugt, „dass Lieferketten, in denen Menschen und Roboter zusammenarbeiten, schon bald Normalität sein werden und eine noch schnellere und wirtschaftlichere Warenabwicklung ermöglichen werden“, erklärte Beckmann zudem. Dafür gibt es noch viele Möglichkeiten - Studien zeigten, dass die Prozesse an 80 Prozent aller Logistikstandorten immer noch manuell abliefen.

 

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Finanzen
Finanzen Saab-Aktie: Neue Drohnenkiller-Rakete Nimbrix soll den Markt revolutionieren
31.08.2025

Saab hat eine neue Waffe entwickelt, die Drohnen und ganze Schwärme zerstören soll. Mit dem Projekt „Nimbrix“ hofft der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zwischen Stagnation und Rezession: Was es konkret heißt, dass die deutsche Wirtschaft schrumpft
31.08.2025

Deutschlands Wirtschaft steckt weiter fest: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft stärker als erwartet, die Rezession dauert an. Während...

DWN
Immobilien
Immobilien House Flipping: Wie Sie mit sanierungsbedürftigen Objekten Geld machen können
31.08.2025

Der USA-Trend findet auch hierzulande immer mehr Anklang: Beim House Flipping geht es darum, möglichst günstig Immobilien zu erwerben,...

DWN
Technologie
Technologie Fachkräftemangel? Roboter bauen schon heute Häuser – schneller, günstiger, sicherer
31.08.2025

Die Baustelle der Zukunft: Roboter, Drohnen und autonome Helfer übernehmen Aufgaben rund um den Bau – präzise, effizient und 24 Stunden...

DWN
Politik
Politik Was will Trump, der „amerikanische Erdogan“?
31.08.2025

Donald Trump greift die Fed und Amerikas Institutionen frontal an – mit Folgen, die weit über die USA hinausreichen. Droht Europa ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Krise: Rebellion im Herzen der MAGA-Bewegung
31.08.2025

Donald Trump sieht sich mit der größten internen Rebellion seiner Amtszeit konfrontiert. Der Epstein-Skandal droht, seine Machtbasis in...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienerwerb: Umfrage offenbart Wissenslücken beim Immobilienkauf
31.08.2025

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kann schnell Hunderttausende Euro kosten, doch viele Menschen kennen wichtige Bedingungen nicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Polen setzt auf Atomenergie: Orlen verspricht den Bau des ersten SMR-Reaktor Europas
31.08.2025

Polen baut Europas ersten Small Modular Reactor (SMR) vom Typ BWRX-300. Während Warschau auf Kernkraft setzt, könnte Deutschland bald...