Daily Mail will Yahoos Mediengeschäft übernehmen

Die britische Daily Mail verhandelt mit um eine Übernahme des Internet-Konzerns Yahoo. Die Boulevardzeitung soll besonders am Mediengeschäft des Internet-Konzerns interessiert sein. Google prüft ein Kaufgebot für das Yahoo-Kerngeschäft mit Internetdiensten.

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Die britische Boulevardzeitung Daily Mail hat ihr Interesse an dem Internet-Konzern Yahoo bestätigt. „Wir sind in Gesprächen mit einer Reihe von Parteien, die als Kaufinteressenten infrage kommen“, teilte eine Sprecherin der Online-Ausgabe DailyMail.com mit. Die Verhandlungen seien aber noch in einer frühen Phase und es gäbe keine Gewissheit, ob eine Einigung zustande kommt. Zu Einzelheiten wollte sich die Sprecherin nicht äußern.

Das Wall Street Journal hatte zuvor berichtet, der Zeitungskonzern sei vor allem an den Medienangeboten von Yahoo interessiert. Der Rest könne in verschiedenen Deal-Varianten an die Finanzinvestoren gehen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Laut Medienberichten läuft in einer Woche die Frist für erste Gebote aus. Es soll rund 40 Interessenten geben, darunter sei unter anderem der Telekom-Riese Verizon. Auch Google prüft nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg ein Gebot für das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo. Microsoft, das 2008 schon einmal versuchte, Yahoo zu übernehmen, biete diesmal nicht mit, hieß es weiter. Auch die Telekom-Konzerne AT&T und Comcast hätten sich gegen ein Gebot entschieden.

Der Internet-Konzern wollte ursprünglich Anfang 2016 die milliardenschwere Beteiligung an Alibaba abstoßen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Doch es blieb unklar, ob die Transaktion steuerfrei bleibt. Deshalb wird stattdessen über eine Ausgründung des Kerngeschäfts nachgedacht und zudem stellte sich Yahoo zum Verkauf.

Yahoo war zuletzt an der Börse rund 34 Milliarden Dollar wert – doch den Großteil davon macht die Alibaba-Beteiligung aus. Verizon, zu dem auch AOL mit Online-Medien wie die Huffington Post gehört, bewerte das Webgeschäft von Yahoo mit weniger als acht Milliarden Dollar, berichtete Bloomberg weiter.

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