Politik

Türkei: Fußball-Fans protestieren gegen Erdoğan

Lesezeit: 1 min
02.05.2016 15:43
Am Wochenende haben hunderttausende türkische Fußball-Fans während der Ligaspiele gegen Erdoğan protestiert. Zuvor hatte der türkische Parlaments-Chef, der ein Erdoğan-Vertrauter ist, indirekt die Einführung der Scharia gefordert.
Türkei: Fußball-Fans protestieren gegen Erdoğan

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Sport  
Türkei  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Beim türkischen Fußball-Liga-Spiel zwischen Beşiktaş und Kayserispor haben über 40.000 Fans in der Vodafone Arena von Beşiktaş ihren Protest gegen die Bestrebungen der Regierung Ankara, wonach der Laizismus aus der türkischen Verfassung gestrichen werden soll, kundgetan. Die Fans skandierten „Die Türkei ist säkular und wird es auch bleiben“, berichtet die Zeitung Cumhuriyet. Der deutsche Nationalspieler Mario Gomez spielt ebenfalls bei Beşiktaş. Dasselbe skandierten die Fans des Istanbuler Spitzenvereins Fenerbahçe beim Spiel gegen Gaziantepspor.

Bereits beim Basketball-Finale des Eurocups am vergangenen Mittwoch zwischen Galatasaray und Strasbourg hatten türkische Basketballs-Fans lautstark gegen die Abschaffung des Laizismus protestiert. Galatasaray wurde an dem Abend Europa-Cup-Sieger.

Besonders brisant ist die Reaktion der türkischen Sport-Fans deshalb, weil sie zu den aktiven Trägern der Gezi-Park-Proteste im Jahr 2013 gehörten.

Zuvor hatte Parlaments-Chef Ismail Kahraman die Abschaffung des Grundsatzes des Laizismus in der neuen türkischen Verfassung angekündigt. Dieser Schritt würde zwangsläufig zur Einführung der Scharia führen, die in Ländern wie Saudi-Arabien gilt.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende der EZB trifft Deutschland besonders hart

Durch die EZB-Zinswende müssen die Euro-Staaten künftig wieder höhere Zinsen zahlen. Besonders hart trifft dies jene Staaten, die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Weltgrößter Hedgefonds wettet massiv gegen europäische Unternehmen

Der weltgrößte Hedgefonds Bridgewater Associates von Ray Dalio hat Wetten gegen europäische Unternehmen in zweistelliger Milliardenhöhe...

DWN
Politik
Politik Chaos nach der Frankreich-Wahl: Ein verratenes Vermächtnis - und was das für Deutschland bedeutet

Die Franzosen haben bei der Wahl mal wieder Ohrfeigen verteilt - fast alle haben ordentlich eins gewischt bekommen.

DWN
Finanzen
Finanzen Was können wir vom Schweizer Rentensystem lernen?

Für die deutsche Altersvorsorge sieht es düster aus. Das belegen Statistiken mittlerweile zu hunderten. Vielleicht hilft ein Blick zu...

DWN
Politik
Politik Heute Ukraine, morgen Taiwan? Was China von Russlands Kriegsführung lernt

Russlands Einmarsch in die Ukraine verläuft stockender, als von Moskau geplant. Welche Schlüsse zieht Peking daraus?

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Raketenangriffe auf alle Landesteile, Drohungen gegen Litauen

Die Ukraine meldet schwere russische Raketenangriffe auf alle Landesteile. Russland meldet die Tötung polnischer "Söldner" und droht...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Aktienmarkt verzeichnet starke Woche: Was steckt dahinter?

Mit einer schwungvollen Erholung hat der US-Aktienmarkt am Freitag nach langer Durststrecke eine erfreuliche Woche zu Ende gebracht.

DWN
Politik
Politik Janine Wissler bleibt Vorsitzende der Linken

Zweite Chance für Janine Wissler. Die Hessin wurde am Samstag auf dem Bundespartei der Linken in Erfurt als Parteichefin wiedergewählt.